DWT-Pleite: Fehler in der Buchhaltung

Die Geschichte um die DWT-Abwicklung scheint kein Ende zu nehmen: Die „Sächsische Zeitung“ berichtet in ihrer Samstags-Ausgabe, dass Wirtschaftsprüfer einen Rechenfehler in der Buchhaltung gefunden hätten.

Zitat: „Demnach hat sich ein ehemaliger Buchhalter im vergangenen Jahr bei den Budgets verrechnet, nachdem der Freistaat Fördermittel in Höhe von 50000 Euro strich. Die Geschäftsführerin Yvonne Coulin bemerkte den Fehler erst, nachdem die Budgets überschritten waren. Sie entließ den Buchhalter. Aufsichtsräte bestätigten auf SZ-Anfrage den Vorfall.

Aus dem Bericht geht hervor, dass Coulin den Fehler sowie eine falsche Prognose bestätigt, aber einen Zusammenhang mit der Insolvenz ausschließt. Weiterlesen

IVW: Auflagen in Dresden weiter leicht rückläufig

Zum Ende eines Quartals, jeweils in der Mitte des Folgemonats, veröffentlicht die IVW die Auflagen-Zahlen von Zeitungen und Zeitschriften – allerdings zunächst nur die der großen überregionalen Blätter. Die Auflagenzahlen der Regionalzeitungen aus dem dritten Quartal 2008 sind offenbar nachgeordnet und daher derzeit noch nicht frei zugänglich.

Trotzdem haben wir zumindest von drei lokalen Zeitungen schon die IVW-Zahlen III/2008 vorliegen. Die Auflagen der Zeitungen sind wie erwartet weiter rückläufig – keine große Überraschung. Erfreulich ist, dass im Vergleich zum Vorquartal die Verluste nur gering ausfallen. Die Zahlen im Detail:

  • # „Sächsische Zeitung“ (gesamt): 271.402 verkaufte Auflage, das sind 3.235 Exemplare weniger als im Vorquartal (-1,18%)
  • # „Morgenpost Dresden“: 71.950 verkaufte Auflage, das sind 1.006 weniger als im Vorquartal (-1,38%)
  • # „DNN“: 26.848 verkaufte Auflage, das sind 768 weniger als in II/08 (-2,78%)

Eine ausführlichere Auswertung der Auflagenzahlen, dann auch mit Vorjahresvergleich, folgt in den kommenden Wochen, sobald alle Zahlen bei ivw.de frei zugänglich sind – dann auch inklusive der Zahlen von „BILD Dresden“ und den aus der Stadt gemeldeten Zeitschriften (s. Meldung vom 27. Juli 2008).

Blogs: „Graswurzel-Journalismus“ oder „Selbstreferenzialität“?

Wer sich mit Blogs und deren Relevanz und Bedeutung für den Journalismus auseinander setzt, findet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Message“ einen spannenden Text mit dem Titel „Die aufmüpfigen Info-Piraten„. Dort stellt Prof. Michael Haller vom Institut für Journalistik der Universität Leipzig die Ergebnisse von verschiedenen Studien zum Thema vor – und nimmt eine meiner Meinung nach weitesgehend zutreffende Einordnung von Blogs und Bloggern in Deutschland vor.

Im Text-Teaser heißt es: „Viele Blogger sehen sich als die neuen Journalisten: diskussionsoffen und realitätsnah. Die Recherchearbeit aber überlassen sie lieber den Mainstream-Medien – und erregen sich über deren Fehler.“

Zwei Zitate sollten genügen, um zur Lektüre der Geschichte anzuregen:

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