Kachelmann geht vom „Riverboat“

Riverboat“ bald ohne Kachelmann: Der MDR teilt mit, dass Jörg Kachelmann am 13. Februar 2009 letztmalig das Talkformat „Riverboat“ moderiert. Es gibt aber scheinbar kein schlechtes Wetter zwischen Sender und Wetterguru, Grund sind vielmehr offenbar die Quoten. In der Mitteilung wird Fernsehdirektor Wolfgang Vietze zitiert:

„Im letzten halben Jahr haben wir testweise je eine Sendung live gesendet und die nächste aufgezeichnet – das hat sich einfach nicht bewährt. Wir wollen wieder jede Sendung live senden und müssen leider zur Kenntnis nehmen, dass Herr Kachelmann die Live-Termine aufgrund seiner vielfältigen anderen Tätigkeiten nicht gewährleisten kann“.

Kachelmann, der seit Januar 2007 beim „Riverboat“ mit an Bord war, bleibt aber Moderator von „Kachelmanns Spätausgabe„. Zurück bei „Riverboat“ bleibt Jan Hofer – der erstmals am 6. März mit neuem Partner oder neuer Partnerin moderieren wird.

Aufruf: Folgt der „Sächsischen Zeitung“ bei Twitter! (Update 2.2.2009)

Wie erklärt man völlig unbeteiligten und unbedarften Lokalzeitungs-Lesern Twitter? In der „Sächsischen Zeitung“ vom 31. Januar 2009 versucht sich Autorin Valeria Heintges daran. Titel der Geschichte: „Heute schon gezwitschert?“ Für den „Selbstversuch“ hat sich Heintges eigens einen Twitter-Account (@valeriahei, Stand 31.1.2009, 15 Uhr: 5 Follower) angelegt – ihr einziger Tweet bis heute ist vom 27. Januar:

Ich sitze in der Redaktion und versuche zu kapieren, was dieses Gezwitscher eigentlich ist und kann. Bisher blicke ich es noch nicht richtig.

So richtig macht der Artikel nicht den Eindruck, als wäre das in den vergangenen drei bis vier Tagen besser geworden. Vielmehr handelt es sich bei dem Selbstversuch um eine rudimentäre Beschreibung, die den Leser eher ratlos zurücklässt. Da dienten wohl eher andere Medien als Recherche-Quellen?

Außerdem tritt Heintges in eine Satire-Falle: Weiterlesen

MDR-Intendant Udo Reiter zu Besuch im Presseclub Dresden

Das Röhrenradio ist zwar längst passé, aber wer jetzt im deutschen Sendegebiet nicht den richtigen Riecher hat oder den Zeigefinger auf der aktuellen Taste, guckt trotzdem in die Röhre und nicht auf den digitalen Flachbildschirm mit Megaauflösung.

Das wäre die saloppe Quintessenz aus dem gezielt geführten Gespräch von Journalist Ralf Hübner mit dem bestens gelaunten und informierten MDR-Intendanten Professor Udo Reiter (Foto li.) im vollbesetzten Presseclub Dresden am 26. Januar 2009. Im Radiosektor sind die Sendewellen schon seit langem abgezählt und vergeben. Neue „Claims“ abzustecken ist für die öffentlichen Rundfunkanstalten nicht einfach, denn groß und breit gefächert ist das Angebot der Privatsender. Weiterlesen