Lesehinweis: Berichterstattung über Ostdeutschland in der Kritik

Der ehemalige Chefredakteur der „Thüringer Allgemeinen“, Sergej Lochthofen, hat auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland die Berichterstattung der westdeutscher Zeitungen über Ostdeutschland scharf kritisiert. Das berichtet der „Tagesspiegel“. Die Zeitung zitiert Lochthofen wörtlich: „In den Köpfen dieser Blätter stehe zwar ‚für Deutschland‘, doch ‚die Berichte aus den neuen Bundesländern lesen sich trotzdem teilweise noch immer wie die von einem Auslandskorrespondenten'“.

Lochthofen war fast 20 Jahre Chefredakteur der „Thüringer Allgemeinen“ und hatte das Blatt Ende 2009 verlassen – auf Betreiben des Gesellschafters WAZ. Titel der aktuellen „Tagesspiegel“-Berichts vom Medientreffpunkt Mitteldeutschland: „Versagen nach der Einheit?

Dirk Birgel: „ein Gegenmittel zur Betriebsblindheit“

dirkbirgel_klein Die „Dresdner Neueste Nachrichten“ beschreiten neue Wege zur Einbindung der Leser und rufen einen Leserbeirat ins Leben. In der heutigen Ausgabe sind alle Leser aufgefordert, sich zu bewerben.

Wir haben dem „DNN“-Chefredakteur Dirk Birgel einige Fragen dazu gestellt.

Die DNN gründet einen Leser-Beirat. Ist das eine Maßnahme, die sinkenden Auflage aufzuhalten?
Dirk Birgel:
Das ist eine schöne Hoffnung und vielleicht ein kleiner Beitrag zu diesem Ziel. Wir wollen zwei Dinge: Die Leser-Blatt-Bindung stärken und vor allem, die DNN noch besser auf die Leserwünsche abstimmen. Ich bekommen immer wieder wertvolle Hinweise aus der Leserschaft. Diesen Prozess wollen wir mit dem Leserbeirat strukturieren, konzentrieren und institutionalisieren. Ein Leserbeirat ist ein Gegenmittel zur Betriebsblindheit.

Gibt es einen konkreten Anlass, der zur Gründung geführt hat?
Birgel: Ich habe erstmals darüber nachgedacht, als der Konflikt um die Waldschlößchenbrücke eskalierte. Weiterlesen