Warum werden die Fußballspiele der Damen noch immer nicht so akzeptiert wie die der Herren?

Liebe Clubmitglieder,
Wie wird die Frauenfußball-WM von den Dresdnern angenommen und wie profitiert unsere Stadt davon?
Wie zufrieden sind die FIFA und die Fußballerinnen mit der „Glücksgas-Arena?
Diese und viele weitere Fragen werden wir diskutieren am
Montag, 04.07.2011, 20:00 Uhr im Café zur Frauenkirche,An der Frauenkirche 7.

Gesprächsgast im Presseclub ist Herr Jörn-Torsten Verleger, der WM-Beauftragte der Landeshauptstadt Dresden.Bis zu diesem Termin sind bereits Spiele im Dresdner Stadion gelaufen, sodass eine erste Bilanz gezogen werden kann.
Wir würden uns sehr freuen, fände auch der Frauenfußball bei unseren Club-Mitgliedern große Anerkennung. Tatsache ist bei allen Fußballspielen: Das Runde muss in das Eckige! Und dass die deutschen Damen dies können, haben sie bereits mehrfach bewiesen. Drücken wir alle ihnen die Daumen für das Eröffnungsspiel am 26.6.2011.
Es wär schön, fände diese zeitnahe Veranstaltung auch Ihr Interesse.
Das Café hat ab 19:00 Uhr für uns geöffnet.

Selbstverständlich können Sie zu allen Veranstaltungen auch gern Gäste mitbringen, wir bitten dann um eine Spende von 5 Euro für unsere Stiftung des Presseclubs Dresden.
Nach diesem Abend geht der Presseclub in die Sommerpause. Aber wir sehen uns doch ganz bestimmt
am 22. August 2011 zum SommerSchwatz und
am 4. September 2011 zur Verleihung des Erich Kästner Preises.
Die Einladungen zu beiden Veranstaltungen erhalten Sie auf dem Postweg.

DDR-Kunst wird verdrängt

„Die Verdrängung der DDR-Kunst ist aktuell“, sagte Prof. Karl-Siegbert Rehberg, 1992 Gründungsprofessor des Lehrstuhles für Soziologische Theorie, Theoriegeschichte und Kultursoziologie an der Technischen Universität Dresden, im Presseclub-Gespräch mit SZ-Redakteurin und Vorstandsmitglied Bettina Klemm.

In der Galerie Neue Meister, beispielsweise, sei die DDR-Kunst unterrepräsentiert. Nach der Wende habe die Kunst- Verdrängung zuerst im öffentlichen Raum begonnen, denn die meisten Groß-Plastiken seien von Sowjet-Künstlern geschaffen worden. Gleichwohl seien aus soziologischer Sicht die Künste der DDR eine Art Schlüssel zum Verständnis der Menschen. Der historische Bilderstreit stelle die Frage: Ist das überhaupt (allgemeingültige) Kunst oder nur (sozialistische) Dekoration? Im parallel laufenden Literaturstreit habe ein derart tiefgreifender Diskurs nicht stattgefunden.

„Viele DDR-Künstler fielen durch die Wende in ein Bedeutungsloch“, erklärte Rehberg, weil die Erwartungen und Projektionen der Künstler auf das neue System sehr unterschiedlich waren. Bei denen, die sich jahrelang gegen das nicht von der Bevölkerung getragene und damit illegitime diktatorische DDR-System zur Wehr gesetzt hatten, sei deshalb die Enttäuschung groß gewesen. Auch die Bürger hätten die Wiedervereinigung, genau genommen: die Überlagerung durch westlich geprägte Institutionen sehr unterschiedlich erlebt. Enttäuschung gebe es, historisch gesehen, nach jeder Revolution. Dies sei ein Grund, warum diejenigen, welche die Wende getragen haben, an den Rand gedrängt wurden, erläuterte der 1943 in Aachen geborene Rehberg.

Im Dezember 1968 bestand Rehberg die „Prüfung zur Zulassung zum Studium ohne Reifeprüfung“, studierte Soziologie und Politische Wissenschaften in Köln, Aachen und promovierte 1973 unter dem konservativen Soziologen Arnold Gehlen, dessen Gesamtausgabe Rehberg als Herausgeber betreut. Die Fülle der Rehbergschen Projekte und Gastprofessuren im In- und Ausland zu zitieren, würde hier den Rahmen sprengen. Seit 2006 ist Rehberg Mitglied des Kulturbeirates der Landeshauptstadt Dresden, war im Wissenschaftsrat „Differenzierung der Hochschulen“ tätig und seit 2010 im Kuratorium Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden und des Kuratoriums des Hannah-Arendt-Institutes für Totalitarismusforschung.
Roland Fröhlich

Dresdner Bürger und ihr bürgerschaftliches Engagement

Wie bürgerlich sind die Dresdner?
Wie ist der Protest gegen die Waldschlößchenbrücke einzuordnen?
Wie gehen die Dresdner mit der DDR-Vergangenheit und der DDR-Kunst um?

Diese und ähnliche Fragen wollen wir am Montag, 06.06.2011, 20:00 Uhr im Café zur Frauenkirche, An der Frauenkirche 7, mit Professor Karl-Siegbert Rehberg diskutieren.

Professor Rehberg war 1992 Gründungsprofessor für Soziologie und bis zu seiner Emeritierung 2009 Professor für Soziologische Theorie, Theoriegeschichte und Kultursoziologie an der Philosophischen Fakultät der TU Dresden. Jetzt ist er Seniorprofessor an der TU.

Was ein Elektronenstrahl alles kann

Foto. R. Fröhlich

Auf Einladung von Presseclubmitglied und ehemaligem Rektor der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Prof. Bernd Ihme, besuchten Journalisten und Pressesprecher des Dresdner Presseclubs die Fakultät für Elektrotechnik.

„Die 1992 gegründete HTW Dresden mit ihren derzeit etwa 5500 Studenten hat ein strenges Profil“, betonte Rektor Prof. Roland Stenzel zur Begrüßung. Neben Bachelor- und Master- Studiengängen halte man konsequent am vierjährigen Studium zum Diplom-Ingenieur fest. Durch enge Zusammenarbeit mit der Elektronik-Wirtschaft zur Drittmittel-Einwerbung, gibt es auch ausreichend Praktikumsplätze. Bis zu 1400 Studienanfänger können jährlich aufgenommen werden. Das ist ein Drittel der Bewerbungen.
Musikalische Studenten haben Gelegenheit in zwei Orchestern (Streicher oder Bläser) mitzuwirken. Ein großer Tag wird die „Lange Nacht der Wissenschaften“ am 1. Juli, wenn die HTW ein brandneues Fahrzeug mit Umfeld-Sensorik vorstellt. Bis dahin bleibt der Bolide streng geschützt.

Die HTW ist bundesweit vernetzt mit fünf ähnlich organisierten Fachhochschulen, erklärte Prof. Toralf Trautmann, Prorektor für Forschung und Entwicklung, auch mit der TU Bergakademie Freiberg und der Hochschule Zittau-Görlitz. In die Geheimnisse der thermischen und nichtthermischen Prozesse der Elektronenstrahl-Technik führte Fr. Prof. Kathrin Harre die staunenden und neugierigen Pressclubmitglieder ein. Nun wissen wir, wie Elastomere-Formteile mit eigenschaftsoptimierter Grenzschicht hergestellt werden, um durch Oberflächenbeschichtung ein erheblich verbessertes Reibverhalten (Maschinenbau) zu erzeugen und dass der Einsatz von Biopolymer-Werkstoffen in der Praxis des Landbaues durch Behandlung mit Elektronenstrahlen eine antibakterielle Wirksamkeit erhält.

Im Labor konnten sich die Kollegen am Vakuum-Elektronenbestrahlungsgerät von der Herstellungsweise überzeugen.
Roland Fröhlich