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	<title>Presseclub Dresden Blog &#187; Diskussion</title>
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		<title>Gesundheit wird uns immer teurer: Teure Medikamente nur noch für junge Menschen?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 17:32:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gast</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><strong>Zum Clubabend am 14. Januar 2011:<br />
</strong><br />
Gesundheitswesen und Sparmaßnahmen werden oft in einem Atemzug genannt. Seit diesem Jahr zahlen gesetzlich Versicherte höhere Beiträge. Patienten fürchten schon länger eine mindere Qualität der Behandlung.  Das Wort von der „Priorisierung“, eine Art Rangordnung von medizinischen Leistungen, macht die Runde. Bekommen nur noch junge Patienten hochwirksame Medikamente und die Älteren müssen leiden und sehen, wo sie bleiben? Stirbt der Hausarzt aus? Werden wir finanziell gemolken und trotzdem schlechter ärztlich versorgt?</p>
<p>Prof. Jan Schulze, Präsident der <a href="http://www.slaek.de/" target="_blank">Sächsischen Landesärztekammer</a> und Facharzt für Innere Medizin, gibt am 14. Februar 2011 Einblicke in die Sicht der sächsischen Ärzteschaft auf Spitzenmedizin, Sparzwänge und Spezialistentum.</p>
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		<title>Zur Live-Berichterstattung von der Geiselnahme bei &#8220;H&amp;M&#8221; in Leipzig</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 14:08:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>owy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Heldenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[LVZ-Online]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/Konni/status/16222426267"><img class="aligncenter size-full wp-image-6507" title="hm_twitter" src="http://www.presseclub-dresden.de/wp-content/uploads/2010/06/hm_twitter.jpg" alt="hm_twitter" width="550" height="257" /></a></p>
<p>Das Internet verändert die Berichterstattung: Zur Stunde ist das am Beispiel der Geiselnahme in der &#8220;H&amp;M&#8221;-Filiale in Leipzig bestens zu beobachten. Die LVZ-Online-Redaktion beispielsweise twittert und aktualisiert ihren <a href="http://nachrichten.lvz-online.de/nachrichten/topthema/geiselnahme-in-leipziger-innenstadt-weiteres-opfer-in-freiheit/r-topthema-a-35323.html">Bericht auf LVZ-Online</a> immer wieder. Der Twitter-Nutzer Konstantin Winkler (<a href="http://twitter.com/Konni">@konni</a>, laut seiner Twitter-Biografie u.a. Journalist bei 90elf) schreibt seine Tweets direkt von dem Tatort (s. Bild oben). Auch andere Twitter-Streams bieten aktuelle Informationen, etwa <a href="http://twitter.com/heldenstadt/" target="_blank">@heldenstadt</a> und <span class="fn">das Kabarett Sanftwut (<a href="http://twitter.com/sanftwut" target="_blank">@sanftwut</a>). </span></p>
<p>Aber will man das alles so genau wissen? Und wo sind die Grenzen der Berichterstattung? Das Lokal-TV Leipzig Fernsehen geht noch einen Schritt weiter: <!--more-->Auf der <a href="http://leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=5852" target="_blank">Webseite des Senders ist ein Bewegtbild-Live-Stream</a> direkt vom Rand der abgesperrten Zone in der Leipziger Innenstadt zu finden.</p>
<p>Spätestens hier wird deutlich, dass Live-Berichterstattung auch ihre Grenzen hat. Zwar ist (zumindest derzeit) zur Stunde außer wartenden Reportern, Schaulustigen und schaulustigen Reportern faktisch nichts zu sehen. Und der Kameramann stöhnt, er wolle die Kamera mal eine Weile absetzen, der Arm schmerze. Aber das könnte sich schlagartig ändern &#8211; dann etwa, wenn Geiseln den Laden verlassen oder sogar Schüsse fallen und Menschen sterben. Von neuer Qualität ist auch, dass die wartenden Reporter nicht mehr nur Beobachter, sondern damit Teil des Geschehens sind &#8211; ob sie sich dessen so bewusst sind?</p>
<p>An dem Beispiel wird deutlich: Mit den Möglichkeiten im Internet ist eine Grundsatzdebatte über die Ethik und das Selbstverständnis des journalistischen Berufstandes nötig geworden. Und wir brauchen eine veränderte Ausbildung für Journalisten und Medienmacher &#8211; gerade für Leute wie die, die zur Stunde vor Ort sind. Zu stellen ist etwa die Frage, ob die Kamera heutzutage auf alles draufhalten darf, was sich bewegt.<em><a href="http://leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=5852"></a></em></p>
<p><em><a href="http://leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=5852"><img class="aligncenter size-full wp-image-6515" title="leipzig-fernsehen_hm_kl" src="http://www.presseclub-dresden.de/wp-content/uploads/2010/06/leipzig-fernsehen_hm_kl.jpg" alt="leipzig-fernsehen_hm_kl" width="478" height="191" /></a></em></p>
<p>Die Frage stellt sich auch auf ganz andere, sehr böse Art und Weise: Die Webseite mit dem Live-Stream begrüßt den Besucher u.a. mit diesen Worten: &#8220;<em>Möchten Sie auch Ihr Event von LEIPZIG FERNSEHEN LIVE ins Internet übertragen lassen, dann wenden Sie sich an unser Team</em>&#8221; (siehe Ausschnitt).</p>
<p>Na dann: happy Geiselnahme! <em>Peter Stawowy</em></p>
<p><strong>Update, 17.21 Uhr</strong>: Auf der Seite des Leipziger Magazins &#8220;Weiter&#8221; findet sich ein Überblick über die Live-Berichterstattung. Titel: &#8220;<a href="http://nochweiter.de/allgemein/2010/06/15/0793_geiselnahme-in-leipzig-die-quellenlage/" target="_blank">Geiselnahme in Leipzig, die Quellenlage</a>&#8220;.</p>
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		<title>Lesehinweis: &#8220;Das ist noch Journalismus, würde ich denken.&#8221;</title>
		<link>http://www.presseclub-dresden.de/2010/06/15/lesehinweis-das-ist-noch-journalismus-wurde-ich-denken/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 12:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>owy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Lesehinweis: Das Medienmagazin &#8220;ZAPP&#8221; berichtet unter dem Titel &#8220;Wie ein Privat-Radio bei Gewinnspielen seine Hörer täuscht&#8221; über den Sender <a href="http://www.bbradio.de/home/" target="_blank">BB Radio</a>, der in Berlin und Brandenburg zu hören ist. In der Geschichte kommt Udo Niehoff, Geschäftsführer des <a href="http://cms.elbland.de/opencms/opencms/elbland.de/de/ch_TV/tv_Geschaeftsstelle/" target="_blank">Tourismusverband Sächsisches Elbland</a>, zu Wort:</p>
<p>Udo Niehoff: &#8220;Das ist noch Journalismus, würde ich denken. Weil, gerade deswegen haben wir uns auch versucht, mit den Radiosendern zu engagieren. Dass die Radiosender halt uns sprechen lassen und vornehmlich, dass wir unsere Region selbst vorstellen können.&#8221;<br />
Frage Reporter: &#8220;Aber das hätten die ja wahrscheinlich nicht gemacht, wenn Sie nicht bezahlt hätten, oder?&#8221;<br />
Udo Niehoff: &#8220;Ja, sicherlich, das ist richtig.&#8221;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Video zum Wochenende: &#8220;CoWorking in Dresden @CoOrpheum&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 08:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>owy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[CoWorking]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object width="400" height="225" data="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12337345&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12337345&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/12337345">CoWorking in Dresden @ CoOrpheum</a> from <a href="http://vimeo.com/user3984725">Maxp</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Endlich mal wieder ein Video zum Wochenende: Da hat sich eine kleine Truppe von Freiberuflern mit viel Enthusiasmus und noch mehr Ideen einen Raum unter den Nagel gerissen, um mitten in der Neustadt einen sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Coworking">CoWorking</a>-Space aufzubauen. Was das ist, CoWorking? Das erklärt das Video selbst.</p>
<p>Wer mehr zum Thema wissen will, lese auch diesen Artikel bei deutsche-startups.de: &#8220;<a href="http://www.deutsche-startups.de/2010/06/07/gastbeitrag-coworking-boom-im-lande-die-professionalisierung-einer-bewegung/">Coworking Boom im Lande – Die Professionalisierung einer Bewegung</a>&#8220;.</p>
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		<title>Vier Sätze für den Journalismus</title>
		<link>http://www.presseclub-dresden.de/2010/06/02/vier-satze-fur-den-journalismus/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 16:44:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>owy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der bloggende Journalist Dirk von Gehlen hat andere bloggende Journalisten aufgerufen, vier Fragen zum Journalismus zu beantworten. Alle Antworten in deutschen Blogs laufen dann bei ihm <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/vier-satze-fur-den-journalismus/" target="_blank">in der Kommentarspalte als Trackbacks</a> auf.</p>
<p><strong>Hier meine Antworten: </strong></p>
<p><strong>Das sollte jeder Journalisten/Journalisten heute lernen:</strong> Mit den Lesern zu kommunizieren und Kritik zuzulassen &#8211; also etwa auch mit Twitter und Facebook zu arbeiten. Außerdem: Quellen ordentlich zu bewerten und zu prüfen &#8211; auch die aus dem Internet.</p>
<p><strong>Nutzerbeteiligung macht den Journalismus besser, wenn …</strong> <!--more-->der Journalist persönliche von fachlicher Kritik zu unterscheiden weiß und bereit ist, sich im Zweifel zu korrigieren. Außerdem ist Nutzerbeteiligung in Einzelfällen ein fantastisches Recherche-Instrument.</p>
<p><strong>In zehn Jahren werden wir uns darüber wundern, dass in der heutigen Debatte …</strong> so wenig berücksichtigt wurde, dass die Mediengattungen mehr und mehr verschmelzen. Es ist absurd, den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten den Zugang zum Internet einzuschränken. Es wird langfristig keine Zeitungsverlage, Radiostationen oder Fernsehanstalten mehr geben &#8211; es wird nur noch Medienhäuser bzw. -anbieter geben.</p>
<p><strong>So könnte ein Geschäftsmodell für den Journalismus von morgen aussehen:</strong> Es wird immer Bedarf für qualifizierten Journalismus geben &#8211; und es wird immer Leute geben, die bereit sein werden, dafür zu bezahlen. Insofern mache ich mir keine Sorgen, dass einzelne Medienmarken weiterhin bestehen werden und neue dazu kommen.<br />
Für einzelne Journalisten sehe ich eine Perspektive darin, sich selbst zur Marke zu machen und sich eine eigene Community aufzubauen, die liest bzw. hört bzw. sieht, egal wo die Person publiziert.</p>
<p><em>Peter Stawowy</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die &#8220;ZEIT&#8221; für Sachsen – ein Gewinn für den Osten?</title>
		<link>http://www.presseclub-dresden.de/2010/05/29/die-zeit-fur-sachsen-%e2%80%93-ein-gewinn-fur-den-osten/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 15:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>IfK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[IfK]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT für Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><strong>Es ist Donnerstag. Nun liegt sie wieder auf dem Tisch. 40 mal 57 Zentimeter groß, 420 Gramm schwer und im Westen öfter als im Osten gelesen. Die „ZEIT“ ist reif für eine Veränderung. Seit dem <a href="http://www.presseclub-dresden.de/2009/11/06/zeit-fur-sachsen-erstmals-erschienen/" target="_blank">5. November 2009</a> erscheinen zwei Seiten aus Sachsen für Sachsen in der überregionalen Wochenzeitung &#8220;ZEIT&#8221;.</strong></p>
<p><em>Von Jorinde Unger, Ekaterina Kruglikova, Anne-Marie In der Au, Jens Wodrich</em></p>
<p>Graue Häuserfassaden, lange Schlangen vor dem Arbeitsamt, Rechtsextremismus auf dem Vormarsch, der Nachwuchs reißt aus. Eine Vorstellung vom Osten, die die Medien immer noch vermitteln. Die &#8220;ZEIT&#8221; möchte diesem Bild entgegenwirken, spiegelt es doch &#8220;nur einen Teil der Wirklichkeit im Osten wieder&#8221;, so Chefredakteur Giovanni di Lorenzo in einem Interview mit der &#8220;Sächsischen Zeitung&#8221; <a href="https://secure.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2300642" target="_blank">im Oktober 2009</a>. Deshalb öffnete im letzten Jahr ein Korrespondentenbüro in Dresden unter Leitung von Stefan Schirmer. Schirmer arbeitete zuvor als Reporter, Vize-Kulturchef und Leiter des Wochenendmagazins der &#8220;Sächsischen Zeitung&#8221; und war zuletzt Redakteur bei &#8220;GEO Spezial&#8221;.</p>
<p>Doch ob das erwähnte negative Bild von Ostdeutschland überhaupt noch existiert, ist fraglich. <!--more-->&#8220;Das Bild vom Osten gibt es längst nicht mehr, weil jede Region unterschiedlich ist. Ganz im Gegenteil, ich finde die Nachrichten aus dem Osten sind vielversprechend&#8221;, so die freie Journalistin Mandy Weigel aus Dresden. Eine gegensätzliche Meinung vertritt der Dresdner Chance Innovator Ralf Lippold. Noch immer liege Ostdeutschland an der Peripherie der Berichterstattung. Oftmals fehlt das Verständnis für die Lebensläufe der hiesigen Menschen. &#8220;Auf der einen Seite wird am liebsten &#8216;SUPERillu&#8217; gelesen, auf der anderen Seite liest man &#8216;Spiegel&#8217;, &#8216;ZEIT&#8217;  und ein paar andere&#8221;, sagte diLorenzo in einem Interview mit der Zeitschrift &#8220;Message&#8221; und bestätigt damit den Eindruck, dass es auch zwanzig Jahre nach dem Mauerfall noch eine &#8220;Leser-Mauer&#8221; zwischen Ost und West gibt.</p>
<p>Bereits in Österreich und der Schweiz veröffentlichte die &#8220;ZEIT&#8221; regionale Sonderseiten. <a href="http://www.dwdl.de/story/23245/zeit_erstmals_mit_regionalausgabe_in_deutschland/" target="_blank">Mit Erfolg</a>, die Auflagen stiegen. Nun ist Sachsen an der Reihe dieses Konzept umzusetzen und soll den schleppenden Absatz in Ostdeutschland ankurbeln. Schließlich lagen im Freistaat die Verkaufszahlen schon immer etwas über dem ostdeutschen Durchschnitt.</p>
<p><strong>Wirtschaftlicher Erfolg, Kultur und Geschichte<br />
</strong>Die Artikel der Sachsenseite berichten über die verschiedensten Themen, von der Dresdner Staatskapelle bis hin zum Afghanistaneinsatz der Bundeswehr. Die freie Journalistin Weigel lobt besonders die Mischung aus der &#8220;großen Politik&#8221;, vielen weiteren Themenbereichen und regionalen Geschichten, versetzt mit dem &#8220;Blick über den Tellerrand&#8221;. Beim Lesen entsteht allerdings der Eindruck, dass es einigen Themen an Relevanz mangelt. Die Geschichte über eine Privatgrundschule in einer Kleinstadt im Erzgebirge etwa ist nett aber banal im Vergleich zur allgemeinen Berichterstattung der &#8220;ZEIT&#8221;.</p>
<p>Neben den Aufmachern nimmt die &#8220;Ostkurve&#8221; eine besondere Stellung in den Sachsenseiten ein. Die im Wechsel von Jana Hensel und Christoph Dieckmann verfasste Kolumne berichtet über die persönlichen Erlebnisse der Autoren mit und in Ostdeutschland. Weigel sieht die beiden sogar als &#8220;Zugpferde&#8221; der Sonderseiten.</p>
<p><strong>30 000 Mal „ZEIT“ für Studenten<br />
</strong>Die &#8220;ZEIT&#8221; startete vor der Einführung der Doppelseite eine groß angelegte Werbekampagne und verteilte unter anderem 30.000 Gratisexemplare an Studenten sächsischer Hochschulen. &#8220;Die meisten neuen Leser haben wir in den letzten Jahren unter Studenten gewonnen&#8221;, sagte Chefredakteur diLorenzo in einem der Interviews. Anfängliche Neugier ließ die Auflagezahlen für Ostdeutschland zunächst ansteigen. So bestätigten auch Dresdner Kioskbesitzer auf Nachfrage, dass sich die &#8220;ZEIT&#8221; anfänglich besser verkaufte. Dies habe sich aber inzwischen wieder relativiert, so die subjektive Einschätzung.</p>
<p>Viele Studenten lesen die &#8220;ZEIT&#8221;. Gerade in der jüngeren Generation werden die durch Eltern geprägten Bilder neu definiert. Der Osten ist näher an den Westen herangerückt und nun weniger als Einzelnes zu betrachten. Es ist allerdings fraglich, ob die Sachsenseiten der &#8220;ZEIT&#8221; das Bild vom Osten wirklich verändern können, wenn diese allein in Sachsen erscheinen. Kurzfristig hat sich die Doppelseite als gute Ergänzung für bisherige &#8220;ZEIT&#8221;-Leser erwiesen. Aber ob sie dauerhaft neue Leser anzieht, ist zweifelhaft.<br />
Es ist Donnerstag. Die &#8220;ZEIT&#8221; liegt wieder auf dem Tisch. Genauso groß, genauso schwer und an den Sachsenseiten auch nicht wesentlich gewachsen. Für Sachsen hat sie an Gewicht gewonnen, für Ostdeutschland ist es ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.</p>
<pre>Dieser Text entstand im Rahmen des Seminars "<a style="cursor: pointer;" href="http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ikw/stu/ws0910/stundenplaene_ws0910#BA_KB_1">Einführung in den Journalismus</a>"
am Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden (WS 2009/10).
Abgabe der Teste und als Stand der Inhalte war Februar 2010.
Dozent: Peter Stawowy</pre>
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		</item>
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		<title>Lese- und Hörempfehlung: das Blog von Thomas Trappe aus Riesa</title>
		<link>http://www.presseclub-dresden.de/2010/05/18/lese-und-horempfehlung-das-blog-von-thomas-trappe-aus-riesa-im-deutschlandfunk/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 14:38:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>owy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Thomas Trappe, Journalist für die &#8220;Sächsische Zeitung&#8221; in Riesa, hat es mit seinem Blog <a href="http://thomastrappe.wordpress.com/2010/05/11/in-eigener-sache-grimme-online/" target="_blank">in die Nomminierungsliste</a> des renommierte <a href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=7" target="_blank">Grimme-Online-Award</a> geschafft. Grund genug für den Deutschlandfunk, einmal mit dem Autoren über das Bloggen in der Provinz zu sprechen.</p>
<p>Der Radio-Interview ist noch bis 14. Oktober <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/1184028/" target="_blank">auf den Seiten des Deutschlandfunk</a> zu hören; das Blog selbst findet sich unter <a href="http://thomastrappe.wordpress.com/">thomastrappe.wordpress.com</a>.</p>
]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>MDR Fernsehen: Jung, dynamisch, Silbereisen</title>
		<link>http://www.presseclub-dresden.de/2010/05/14/mdr-fernsehen-jung-dynamisch-silbereisen/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 15:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>IfK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[MDR]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsenspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Unicato]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><strong>„Von der Moldau bis zur Mulde“ geht’s „mit Volldampf durch den Winter“ bei „Lippis musikalischer Deutschlandreise“.  So klingt das Freitagabendprogramm beim MDR, unserem regionalen Fernsehsender. „Volksmusik-“ und „Ossi-Sender“ sind die gängigen Vorurteile. Dennoch ist das MDR Fernsehen den Quoten zufolge das erfolgreichste Dritte Fernsehprogramm in Mitteldeutschland. </strong></p>
<p><strong>Ist der Erfolg eines öffentlich-rechtlichen Senders wirklich nur an den Quoten zu messen? Sollte sich die Bedeutung nicht vielmehr an der Vielfältigkeit und Qualität orientieren? </strong></p>
<p><em>Von Anna-Maria Christov, Sophie Gössinger, Josefin Richter, Philipp Boos, Sebastian Perlik</em></p>
<p>Das öffentlich-rechtliche Fernsehen soll als unabhängiger Rundfunk das gesamte Spektrum der Gesellschaft erreichen. Eine eindeutig definierte Zielgruppe habe das <a href="http://www.mdr.de/" target="_blank">MDR Fernsehen</a> nicht, so Dr. Arnold Seul, Programmreferent des MDR Fernsehen im Interview. Es wird zwar versucht ein breites Angebot zu gestalten, doch eigentlich bedient das MDR Fernsehen trotzdem nur die mittlere Altersgruppe.</p>
<p>Aber als Rundfunkgebührenzahlende sind wir alle Auftraggeber, Sponsoren und Konsumenten zugleich, deshalb sollte sich das Programmangebot auch an uns orientieren. Doch gerade junge Menschen scheinen dieses Gefühl nicht unbedingt zu teilen. Wenn man sie nach ihrer Meinung zum MDR fragt, sind Aussagen wie „MDR – Schunkelmusik mit Florian Silbereisen“ oder „der alte-Leute-Sender“ keine seltenen Antworten. Seul sagt dazu: „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das reale Antworten sind. Das &#8216;Schunkel und Volksmusik&#8217;-Image ist uns durchaus bekannt &#8211; doch die Wirklichkeit ist anders.“<!--more--></p>
<p>Jugendliche sind ja meistens eher nicht für Volksmusik zu begeistern. Dr. Arnold Seul hat trotzdem schon öfters den einen oder anderen Jugendlichen im Publikum vom Fest der Volksmusik entdeckt: „Wer eine solche Sendung live erlebt, wird staunen, wie viele junge Leute im Publikum sind. Und sei es nur, um sich totzulachen.“ Laut Seul liegt das vor allem an der eher ländlichen Struktur im Osten, wo die Mehrheit der Jugendlichen „auf dem platten Land“ und nicht in Städten aufwächst. „Junge Menschen aus dem Erzgebirge ticken nun mal anders als Jugendliche aus größeren Städten.“</p>
<p>Bedeutet das soviel wie: Wir benötigen gar kein Jugendprogramm &#8212; wir haben doch die Volksmusik? Das ist natürlich nicht ganz richtig. Der MDR versucht durchaus sein Programm auch für Jugendliche attraktiv zu gestalten.</p>
<p>Zum einen gibt es das Jugendformat „<a href="http://www.mdr.de/unicato/" target="_blank">UNICATO</a>“. Diese Sendung gibt Studenten die Möglichkeit, ihre eigenen Filme zu präsentieren, ausgestrahlt wird sie jedoch oft erst nach Mitternacht. Da stellt sich die Frage, welcher Jugendliche oder junge Erwachsene um ein Uhr nachts fernsieht. Seul rechtfertigt diese Kritik mit der Mediathek des MDRs: Dort kann man sich jederzeit alle Folgen des Jugendformates ansehen. Laut MDR mache es keinen Sinn, einzelne Sendungen für Jugendliche in das normale Programm einzubauen. „Erfahrungen haben gezeigt, dass Inselprogramme nicht angenommen werden.“ Der MDR muss sich also etwas anderes einfallen lassen, um junge Zuschauer zu gewinnen.</p>
<p><strong>Mit schnellem Schnitt und moderner Aufmachung der Beiträge in Sendungen wie „MDR aktuell“, „Brisant“ und den regionalen Formaten wie „Sachsenspiegel“ will der MDR sein Programm verjüngen </strong><br />
Schon seit Januar 1991 strahlt das MDR Fernsehen das Regionalmagazin <a href="http://www.mdr.de/sachsenspiegel/" target="_blank">Sachsenspiegel</a> in Sachsen aus. Doch Tradition alleine reicht nicht. Frische Talente vor und hinter der Kamera und ein neues Design sollen seit jüngster Vergangenheit der Sendung ein neues Gesicht geben. Sollte der interessierte, technophile Zuschauer doch einmal keine Zeit finden, am Abend den Fernseher einzuschalten, um sein Nachrichtenmagazin zu schauen, bietet sich trotzdem für jeden die Chance, sich ganz individuell zu informieren.  Auf der hauseigenen Homepage hat der multimediale Nutzer zahlreiche Optionen – von Mediathek über <a href="http://www.mdr.de/sachsenspiegel/nl/" target="_blank">Sachsenspiegel-Newsletter</a> bis hin zur <a href="http://www.mdr.de/sachsenspiegel/6092633.html" target="_blank">kostenfreien SMS-Benachrichtigung</a> über aktuelle Top-Themen des Magazins.</p>
<p>Dem Anspruch auch bei der jüngeren Bevölkerungsschicht mehr Interesse zu wecken, scheint der Sachsenspiegel bei genauerem Hinsehen nur auf visueller Ebene gerecht zu werden. Abgesehen von einer breiten und informativen Berichterstattung über aktuellen Regionalsport verliert sich der junge Zuschauer zwischen 16 und 29 Jahren in Meldungen über explodierende Gewächshäuser, internationalen Schneeskulpturen-Wettbewerben und Sanierungsgebühren für Hauseigentümer. Wünscht man sich Beiträge zu seiner Lieblingsrockband, Kritiken über die neuesten Kinofilme oder gelegentlich eine Reportage über Gleichaltrige, enttäuscht der MDR meist in seiner Themenauswahl. So muss auch in Zukunft der jüngere Sachse hoffen, das Ein oder Andere aus seiner Region bei Sendungen aus dem Privatfernsehen zu entdecken – oder auf das bewährte Internet setzen.</p>
<p>Dabei forderte MDR-Intendant Udo Reiter immer wieder <a href="http://www.presseclub-dresden.de/2008/08/06/reiter-wunscht-sich-jugendkanal-und-nennt-diesen-gleichzeitig-unrealistisch/" target="_blank">einen gemeinsamen Jugendkanal</a> der ARD und der dritten Programme. Der digital empfangbare Sender Einsfestival solle hierfür weichen. Leider ist das nur schwer umzusetzen. Es fehlt an Geld und Unterstützung durch andere Senderchefs. &#8220;Da ist momentan kein spektakuläres Endergebnis zu erwarten&#8221;, sagt Seul. Eine Ausweitung der Sendezeit des KIKA sei zwar in Planung, aber diese Idee muss erst in langwierigen Verfahren abgesegnet werden. Und solange diese Planungsphase andauert, wird die junge Zielgruppe von der MDR-Führungsspitze ausgeblendet. „Spezielle Themen, die nur  Jugendliche interessieren, kommen im Programm nicht vor, Punkt“, muss auch Dr. Arnold Seul zugeben. Aber eigentlich sollte sich der MDR bemühen, junge Leute für sich zu gewinnen. Sie sind schließlich die Rentner von morgen. Nur wer auch schon in jungen Jahren regelmäßigen Kontakt mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen hat, wird ihm auch im Alter treu bleiben.</p>
<p><strong>Die einzige Maßnahme des MDR ist vermehrt auf das Internet zu setzen. Was jetzt noch fehlt sind Inhalte, doch in der Nachrichtensendung „MDR aktuell“ soll es bald eine Rubrik für junge Zuschauer geben.</strong><br />
„Für den MDR wird es generell schwierig, in der digitalen Medienwelt  erkennbar zu bleiben“, stellt Seul fest. Jetzt hat der Sender ein bestimmtes Image, für das er bekannt ist. Doch wird er auch in Zukunft noch unterscheidbar bleiben?</p>
<p>Im Sendegebiet des MDR hat der Zuschauer eine Auswahl von 72 Fernsehsendern. Eine starke Konkurrenz für den regionalen Sender. Um diesem Problem entgegenzuwirken, baut der MDR zwar auf Identifikation, den Zugang zur jungen Zielgruppe hat er aber nach wie vor nicht gefunden. Stattdessen setzt er auf Altbewährtes mit Erfolgsgarantie. Wer große Neuerungen erwartet, wird dabei enttäuscht.</p>
<p>Ähnlich sieht das auch Dr. Arnold Seul. Er arbeitete früher bei der Männer-Vogue und drehte unter anderem selbst Filme. Nun ist er Programmreferent beim MDR. Kann er sich selbst mit dieser beruflichen Veränderung treu bleiben? Nach dieser Frage sieht er sich in seinem modern eingerichteten Büro im 12. Stock des MDR Hauptgebäudes mit traumhaftem Panoramablick über Leipzig und das hübsch angelegte MDR Gelände um. „Der MDR ist ein guter Arbeitgeber. Ich habe hier einen Auftrag zu erfüllen, einen Programmauftrag. Und das ist, ein mehrheitsfähiges Programm zu gestalten. Da geht es nicht um den eigenen Geschmack oder Vorlieben.“</p>
<pre>Dieser Text entstand im Rahmen des Seminars "<a style="cursor: pointer;" href="http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ikw/stu/ws0910/stundenplaene_ws0910#BA_KB_1">Einführung in den Journalismus</a>"
am Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden (WS 2009/10).
Abgabe war im Februar 2010. Dozent: Peter Stawowy</pre>
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		<title>Martin Deitenbeck: &#8220;Wer mehr will, muss es auch finanzieren&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 14:00:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/hKSiJbB0uEQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/hKSiJbB0uEQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Der Geschäftsführer der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (<a href="http://www.slm-online.de/psk/slmo/show.php3?id=1&amp;nodeid=1" target="_blank">SLM</a>) Martin Deitenbeck hat mir am Rande des <a href="http://www.medientreffpunkt.de/" target="_blank">Medientreffpunkt Mitteldeutschland</a> vergangene Woche einige Fragen zum Thema Freie Radios in Sachsen beantwortet. Auch wenn zwischenzeitlich <a href="http://dieneustadt.de/2010/05/08/das-rauschen-hat-ein-ende-coloradio-geht-wieder-auf-sendung-2/" target="_blank">erste Gerüchte</a> aufgetaucht sind, dass die Freien Radios schon bald wieder senden, gibt das Interview doch den einen oder anderen Hinweis zum Konflikt.</p>
<p>Mehr zum Hintergrund, warum die Freien Radios derzeit nicht auf UKW zu hören sind, finden Sie in unserem Bericht: &#8220;<a href="http://www.presseclub-dresden.de/2010/04/17/freie-radios-nicht-mehr-uber-apollo-frequenzen-zu-horen/" target="_blank">Freie Radios nicht mehr über Apollo-Frequenzen zu hören</a>&#8220;. Die Internetseite der Freien Radios <a href="http://radio.fueralle.org/" target="_blank">finden Sie hier</a>.</p>
<p><em>Hinweis: Das Interview ist für das Blog des Presseclub Dresden wie auch für mich eine Premiere. Ich bitte, die holprig gestellten Fragen, die etwas unglückliche Perspektive und die Tonkulisse zu entschuldigen.</em></p>
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		<title>Und was machen wir jetzt mit dem Gedons? Was aus IfK-Absolventen wird</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 15:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>IfK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><strong>Montags halb vier im Hörsaal 2 der August-Bebel-Straße. Über drei Reihen schreien sich die Studenten des ersten Semesters der Kommunikationswissenschaft ihre Erlebnisse des vergangenen Wochenendes zu. Der letzte Cappuccino wird noch schnell ausgeschlürft. Auch ein verspäteter Student stürmt durch die Tür und findet seinen Platz in den hintersten Reihen. Plötzlich: Respektvolles Schweigen. Der Direktor des <a href="http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ikw" target="_blank">Instituts für Kommunikationswissenschaft</a>, Prof. Dr. Donsbach – von seinen Studenten auch liebevoll &#8220;Donsi&#8221; genannt – betritt den Raum. Heutiges Thema:  Nachrichtenfaktoren. Wissenschaftlich wird den Studenten dargeboten, warum sich Journalisten für bestimmte Meldungen eher entscheiden als für andere. An sich ganz spannend. Hört sich wichtig an. </strong></p>
<p><strong>Aber was wird eines Tages aus einem Kommunikationswissenschaftler, kurz KoWi,  mit diesem Wissen?</strong></p>
<p><em>Von Siyana Yankova, Lisa Stiemer, Mireille Huditz, Franziska Raese</em></p>
<p>Printmedien, Agenturen, Unternehmenskommunikation, Marketing, Werbung, Umfrageforschung – die Wege sind vielfältig. &#8220;Wenn ich noch anfange, die Branchen alle einzeln aufzulisten, da ist von A bis Z alles dabei&#8221;, meint Heike Großmann, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt Dresden. Sie muss es ja wissen, hat sie doch selbst Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden studiert und dort 2003 ihren Magisterabschluss erlangt. Anschließend war Großmann als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut tätig und erhielt durch den engen Kontakt zu Studenten einen großen Überblick über die vielseitigen Berufsmöglichkeiten.</p>
<p>Die Absolventenstudie 2002 des Instituts für Kommunikationswissenschaft, kurz IFK, hat ergeben, dass  ein Viertel der Absolventen im Journalismus arbeitet, dicht gefolgt von Wissenschaft und PR/Öffentlichkeitsarbeit. <!--more-->Heike Großmann hat sich ebenfalls nach der Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Letzteres entschieden. Ihr Aufgabenfeld umfasst die Ausgestaltung des Internetauftritts, die Produktion des Amtsblattes, die Organisation aller Ausstellungen im Rathaus sowie die Verfassung von Pressemitteilungen der Stadt Dresden.</p>
<div id="attachment_6092" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-6092" title="heike-grosmann_banner" src="http://www.presseclub-dresden.de/wp-content/uploads/2010/04/heike-grosmann_banner-300x134.jpg" alt="Heike Großmann, IfK-Absolventin" width="300" height="134" /><p class="wp-caption-text">Heike Großmann, IfK-Absolventin</p></div>
<p>In ihrem Arbeitsalltag kann sie oft auf das im Studium erlangte Wissen zurückgreifen. Es ist nicht die Aufzählung auswendig gelernter Theorien, es ist vielmehr die Verinnerlichung dieser Sachverhalte. &#8220;Das ist, was ich durch das Studium gelernt habe, dass man journalistisch denkt. Es ist das Wichtigste: Kreativität zu haben und auch Ideen mit zu entwickeln.&#8221;</p>
<p>Knut Köhler, Pressesprecher der Sächsischen Landesärztekammer und ebenfalls ehemaliger KoWi-Student, meint, dass man nicht alles Gelernte nach dem Studium vergessen sollte. Trotzdem sind diese Kenntnisse nur ein Drittel von dem, was man später im beruflichen Alltag benötigt. Vielmehr muss man neben dem Studium praktische Erfahrungen sammeln, persönliche Kontakte aufbauen und lernen, sich selbst darzustellen.</p>
<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_6094" class="wp-caption alignleft" style="width: 150px"><img class="size-full wp-image-6094 " title="knut-kohler1" src="http://www.presseclub-dresden.de/wp-content/uploads/2010/04/knut-kohler1.jpg" alt="Knut Köhler, IfK-Absolvent" width="140" height="183" /><p class="wp-caption-text">Knut Köhler, IfK-Absolvent</p></div>
<p>Köhler studierte von 1993 bis 1999 Kommunikationswissenschaft mit Nebenfach Politik und Recht auf Magister an der TU Dresden. Noch während seines Studiums nahm er eine Halbtagsstelle bei der Landeszentrale für politische Bildung in der sächsischen Landeshauptstadt an. Darüber hinaus konnte er beim MDR, dem sächsischen Landtag, dem Theater der Welt und dem Zentrum für zeitgenössische Kunst einen Einblick in verschiedene Medienberufe gewinnen.</p>
<p>Praktika sind also offenbar für einen gelungenen Berufseinstieg von Vorteil. Nicht nur, weil man Einsicht in verschiedene Medienbereiche erhält, sondern auch, um persönliche Kontakte zu knüpfen, die laut Köhler wichtiger sind als schnell &#8220;erklickte&#8221; Freunde in sogenannten &#8220;Social Networks&#8221; wie XING oder StudiVZ. Außerdem trifft man Leute, die kompetent und professionell sind. Darüber hinaus sollte man in möglichst unterschiedliche Bereiche hineinblicken. &#8220;Denn irgendwann weiß man zumindest, was man nicht will&#8221;, erklärt Knut Köhler aus eigener Erfahrung.</p>
<div id="attachment_6096" class="wp-caption alignleft" style="width: 150px"><img class="size-full wp-image-6096" title="kartin-steglich" src="http://www.presseclub-dresden.de/wp-content/uploads/2010/04/kartin-steglich.jpg" alt="Kerstin Steglich" width="140" height="185" /><p class="wp-caption-text">Kerstin Steglich, IfK-Absolventin</p></div>
<p>Natürlich geht es auch ohne Praktika, aber dann mit Nebenjobs. Kerstin Steglich ist der beste Beweis dafür, wird sie doch sogar vom IFK als eine der erfolgreichsten Absolventen angesehen. Seit dem 6. Semester arbeitet sie bei der Agentur Ketchum Pleon als Senior Consultant. Für die Tätigkeit in ihrem Unternehmen hat Steglich sogar ihren ursprünglichen Berufswunsch Journalist zugunsten der PR/Kommunikationsberatung über Bord geworfen.</p>
<p>Wenn man schon früh Berufserfahrung sammelt, dann ist die Umstellung nach dem Studium einfacher. Dies belegt auch die Absolventenstudie 2002, wonach 44% der Absolventen schon während des Studiums Kontakt zu ihrem jetzigen Arbeitgeber hatten und ein Viertel sogar von ihrem Arbeitgeber auf die Anstellung angesprochen wurden. In ihrem Fall übernahm Steglich nach und nach immer mehr Verantwortung, so dass das Studium neben dem Job parallel lief. Ob nun Praktika oder Nebenjob, entscheidend ist, dass man einen Einblick in den Bereich erhält. So kann man erkennen, &#8220;ob der Traumberuf tatsächlich ein Traum ist.&#8221; Davon ist sie überzeugt.</p>
<p>Dabei muss es nicht immer der klassische Job bei der Lokalzeitung sein. Auch untypische Praktika, z.B. beim &#8220;Playboy&#8221;, machen den Lebenslauf viel interessanter, findet die stellvertretende Pressesprecherin der Stadt Dresden, Heike Großmann. Das sind Besonderheiten, die sofort ins Auge stechen.</p>
<p>Ein Praktikum bei einer Zeitung ist mittlerweile nichts Außergewöhnliches mehr, sondern Voraussetzung. Ein absolutes &#8220;No Go&#8221; für eine erfolgreiche Bewerbung ist, mit dem Satz &#8220;Hiermit bewerbe ich mich&#8221; anzufangen. &#8220;Da kann es mit der Kreativität nicht weit her sein&#8221;, meint zumindest Großmann. Außerdem sollte man zeigen, dass man engagiert und interessiert ist.</p>
<p>Dresdner Kommunikationswissenschaftler brauchen sich aber nicht zu fürchten. Wie Ergebnisse der Studie zeigen, wurden 92 % der ehemaligen Studenten nach ihrem Abschluss erwerbstätig. Der Rest promovierte oder sammelte Auslandserfahrung. Lediglich drei Prozent waren arbeitssuchend.</p>
<p>Eins ist klar: Die drei hier vorgestellten Absolventen des IFKs sind mit ihrer aktuellen Berufssituation zufrieden. Auch an ihrem Lebenslauf würden sie im Nachhinein nichts mehr verändern. Großmann sagt: &#8220;Es gibt nicht bessere, sondern andere Wege.&#8221;</p>
<pre>Dieser Text entstand im Rahmen des Seminars "<a href="http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ikw/stu/ws0910/stundenplaene_ws0910#BA_KB_1">Einführung in den Journalismus</a>"
am Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden (WS 2009/10).
Abgabe war im Februar 2010. Dozent: Peter Stawowy</pre>
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