Kommentar: Landtag verschenkt Möglichkeiten im Internet

Der Landtag könnte seine neue Möglichkeit der Live-Übertragung aus dem Plenarsaal konsequenter nutzen: Zur Stunde läuft eine Festveranstaltung zum Tag der deutschen Einheit. Festredner ist Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister, erwartet werden 350 geladene Gäste. Auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich spricht ein Grußwort. Das gemeine Volk muss allerdings am Vormittag draußen bleiben – erst ab 14 Uhr beginnt der Tag der offnen Tür im Landtag. Dann begleitet unter anderem Radio Dresden die Veranstaltung.

Wer glaubt, er könne sich bis dahin die Rede von Töpfer dank der schönen neuen Funktion der Live-Übertragung im Internet anschauen, irrt. Auf der Website des Landtags ist nur ein schwarzes Bild zu finden.

Es ist ja verständlich, dass man so eine Festveranstaltung auf geladene Gäste begrenzt – der Saal hat schließlich nur begrenzte Kapazität. Unverständlich aber ist, warum man dann nicht auch die technischen Möglichkeiten nutzt, wenn man sie schon hat. Das würde sicherlich eine andere Form der Transparenz schaffen. Schade, das Volk muss (vorerst) noch draußen bleiben.

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