Kommentar: Mit Medien muss man arbeiten…

Ist es zu kleinlich zu fragen, warum in einer aktuellen Geschichte in der Lokalzeitung kein Wort über die gleiche Geschichte von vor etwas mehr als einem Jahr verloren wird?

Überschrift in der „Sächsischen Zeitung“ vom 10. Oktober 2008: „Abdulaye sagt Bye Bye„.

Aus dem Inhalt im Oktober 2008: „Abdulaye Balde macht ernst. Und der steht ihm ins Gesicht geschrieben, während er mir in seinem leeren Club gegenübersitzt und erzählt: Davon, dass zehn Jahre Motown genug seien, dass er etwas Neues machen wolle, dass er sich nach Freiheit sehne.

Überschrift in der „Sächsischen Zeitung“ vom 3. Juli 2007: „Abdulaye Balde schließt den Motown Club

Aus dem Inhalt im Juli 2007: „Seinen Zeitplan hat er nicht eingehalten. „Eigentlich wollte ich den Motown Club nur fünf Jahre machen“, sagt Abdulaye Balde. Es sind neun daraus geworden. Am vergangenen Sonnabend nun gab es aber die letzte Party in dem Tanztempel auf der St. Petersburger Straße und die Stammgäste sind in heller Aufregung.

In beiden Geschichten erzählt Herr Balde von seinem Plan, in Afrika ein Unternehmen aufzubauen bzw. zu führen.

Auch wenn das bei dem Thema reichlich banal sein mag: Eine kurze Einordnung und Hintergründe wären angebracht gewesen. Als entfernter Beobachter der Party-Szene fühlt man sich jedenfalls doch etwas vereimert – und denkt darüber nach, wie einträglich das Geschäftsmodell „Abschiedsparty“ wohl sein könnte und wie hilfreich da gute Berichterstattung sein kann.

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