„Mopo Dresden“: „publizistischer Mega-GAU“ für Orosz

So sind Medien: Die Klage von Oberbürgermeisterin Helma Orosz gegen das Bild der Malerin Erika Lust nutzt die „Dresdner Morgenpost“ am Samstag, um das Gemälde großflächgig auf der Titelseite zu zeigen. Nur die Intimstellen sind mit Balken verdeckt. Die Schlagzeile dazu: „Arme OB Orosz! Ganz Deutschland guckt jetzt die nackte Helma“.

Die Geschichte im Innenteil („‚Dickliche Frau‘: Bundes-Medien verhöhnen OB!“) nennt Beispiele der bundesweiten Medienberichterstattung zur Klage Orosz gegen Lust:

So hätten u.a. „Spiegel Online“, „FAZ“ und „Kölner Express“ über die „Provinzposse“ berichtet. Einzig die „Passauer Neue Presse“ hätte Partei für Orosz ergriffen, schreibt die „Mopo“. Um die Geschichte dann als „publizistischen Mega-GAU“ (übrigens ein Pleonasmus) für das Rathaus zu bezeichnen.

Das Dresdner Landgericht hatte am Donnerstag der Klage der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz stattgegeben und der Malerin das Zeigen des Bildes untersagt. Das Bild verletze die Menschenwürde von Orosz, urteilte das Gericht. „Irgendwo muss ja ein Tabu sein“, zitierte die „Sächsische Zeitung“ den zuständigen Richter in ihrer Freitagsausgabe (Titel: „Malerin darf Orosz nicht entblößen„). Das scheint nicht nur die „Mopo“ anders zu sehen.

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Eine Antwort to “ „Mopo Dresden“: „publizistischer Mega-GAU“ für Orosz ”

  1. […] Bildes – natürlich wie von Provinzrichter Schmitt verordent mit einem Feigenblatt versehen – umgehend auf die Titelseite. Zahlreiche andere Zeitungen in Deutschland berichteten bebildert davon, dass Helma Orosz das Bild […]

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