Presseclub im Brandschutzamt

Besuch des Katastrophenschutz- und Ausbildungszentrums Übigau

Einen umfassenden Einblick in die Arbeit und Organisation der rund um die Uhr einsatzbereiten über tausend Dresdner Freiwilligen und Berufsfeuerwehrleute erhielten Mitglieder des Presseclubs im Brand- und Katastrophenschutz-Zentrum Übigau, auf Vermittlung von PC-Vorstandsmitglied und Stadtsprecherin Heike Großmann, anläßlich des 150. Jubiläums der Dresdener Feuerwehr.

Bürgermeister und Resortchef Detlef Sittel begrüßte die Gäste mit einem Referat über die neueste Entwicklung zur Katastrophenleitzentrale für den Großraum Dresden mit den Kreisstädten Riesa-Großenhain, Meißen, Freital, Dippoldiswalde, Pirna und der Sächsischen Schweiz, aus den Erfahrungen durch das Jahrhunderthochwasser 2002. Dafür wurden bisher 100 Millionen Euro investiert. Der laufende Gesamthaushalt des Katastrophenschutzamtes beträgt etwa 40 Millionen Euro, davon 23 Millionen Euro Personalkosten.

Amtsleiter Andreas Rümpel veranschaulichte im Organisationsmodell die Standorte der insgesamt 22 Dresdner Freiwilligen Feuerwehren (580 Kameraden mit Jugend) und der fünf zum Teil neu errichteten Berufswehren (665 Kameraden) und deren zusätzliche Spezialisierung in Rettungsdienst (Altstadt, Striesen), Umweltschutz (Übigau), Höhenrettung (Löbtau) und schweres Gerät zur Bergung von Fahrzeugen aller Art (Louisenstraße). Drei weitere Rettungswachen sollen in Pieschen, Johannstadt und Klotzsche errichtet werden. Die bisherige Feuerwache Louisenstraße soll auf dem Proschhübel neu errichtet werden. In nur zwölf Minuten müssen die Retter vor Ort sein.

Insgesamt besitzt die Berufsfeuerwehr Dresden etwa 300 Fahrzeuge, davon 6 Notarzt- und 21 Rettungswagen, welche zum Teil ASB, Malteser und GARD betreiben. Pro Jahr werden etwa 1000 Brände gelöscht, 4200 technische Hilfen geleistet und 1100 Fehlalarme (2012) aufgeklärt. Der Rettungsdienst ist nach Schwere der Verletzungen ein höchst kompliziertes System, nach dem der Patient auf Entscheidung des Notarztes in das „nächst gelegene geeignete Krankenhaus“ gebracht werden muss. Zwei Jahre dauert die Ausbildung zum Feuerwehrmann und Rettungssanitäter.

Jugendliche Interessenten sind herzlich willkommen.

Anschließend führte der Leiter des Zentrums Übigau, Thomas Mende, die Gäste durch die weiten Fahrzeughallen und die brandneue „Kommando-Zentrale“ (450 Quadratmeter) für die 15 Disponenten, welche die täglich etwa 350 Notrufe entgegennehmen und nach Dringlichkeit an kompetente Stellen weiterleiten.

„Mit dem Geld der Steuerzahler und Krankenkassen verantwortungsvoll umzugehen, ist für uns eine der wichtigsten Aufgaben“, betonte Detlef Sittel. Text und Fotos: Roland Fröhlich

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