Presseclub im Stadtmuseum Dresden

Stadtmuseum

Die beste Nachricht kam zum Schluss: Am Freitag ab 12 Uhr ist in allen acht Städtischen Museen der Eintritt frei. Das gilt nicht an Feiertagen, aber für das Stadtmuseum, die Städtische Galerie, die Technischen Sammlungen, das Kügelgenhaus, das Weber-, Palitzsch- und Kraszewski-Museum und das Schillerhäuschen. „Wir freuen uns natürlich sehr“, schmunzelt Gisbert Porstmann, „wenn unsere Gäste an anderen Tagen Eintritt zahlen.“ Von den viel diskutierten 7,2 Millionen Euro städtischer Zuwendung pro Jahr, fließen 3,5 Millionen in die Gehälter der Museumsangestellten, die aber dem Personalamt der Stadt unterstellt sind, erläutert der Direktor der Städtischen Museen und Gründungsdirektor der Städtischen Galerie (2002) im Landhaus an der Wilsdruffer Straße.

In der Moderation von Clubmitglied Dieter Hoefer, kunstsinniges Mitglied des Dresdner Geschichtsvereins und Volksbank-Pressesprecher, erfuhren die Journalisten von Stadtmuseumsdirektorin Erika Eschebach eine Menge Informationen über die bewegte Geschichte des Hauses seit dem Zweiten Weltkrieg, an dessen Ende ein Großteil von im Rathauskeller eingelagerten Ausstellungsstücken mit unbekanntem Ziel verschwunden war.

Aus dem Rathausschatz kamen 1950 einige wertvolle Gegenstände zurück, die im Westen an Amerikaner verkauft werden sollten. 1987 die Gründungsurkunde von Dresden-Neustadt. Eine Putzfrau hatte sie mitgenommen, weil sie so hübsch aussah.
Beim Rundgang durch die ausgezeichnete Ausstellung „Die Schuchs“, beschrieb Eschebach den Werdegang des langjährigen Generalmusikdirektors Ernst Edler von Schuch und seiner Familie, dessen Enkel sich jüngst zur Ausstellungseröffnung im Landhaus getroffen hatten.
Gisbert Porstmanns Liebling ist die beachtliche Sammlung der Städtischen Galerie, welche er am liebsten durch einen Seitenflügel in Richtung Rettungstreppe um 1000 Quadratmeter erweitern würde. Das ist eine super Idee, die sich der Stadtrat durch den Kopf gehen lassen sollte. Weitere Informationen unter: www.galerie-dresden.de.

Foto und Text: R. Fröhlich

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