„Riverboat“-Moderatoren: Verrisse für Struve (Nachtrag 13.3.2009)

Am Freitag feierte die neue Moderatoren-Besetzung des MDR-„Riverboat“ seine Premiere. Günter Struve, wohl der prominentere Neuzugang, hatte bereits am Freitag im „Tagesspiegel“-Interview gesagt: „Vor schlechten Kritiken habe ich keine Angst“ (Titel: „Unterschätzen Sie mir meine Gäste nicht„).

Na, dann ist ja gut. Denn das, was am Freitag beim „Riverboat“ zu sehen war, war sicher keine gute Unterhaltung, sondern zäh und langweilig. Das sehen auch die Kritiker so:

Matthias Kalle, „Tagesspiegel“, schreibt: „Am Freitag sagte Struve in einem Interview an dieser Stelle, gefragt, ob so mancher auf seinen Absturz hoffe: ‚Ich werde das wie ein Mann ertragen.‘ Okay. Nur fair. Wir Fernsehkritiker haben schließlich auch ertragen, was er da abgeliefert hat.“

Lesen Sie hier den Total-Verriss im „Tagesspiegel“ unter dem Titel „Drollig in der letzten Liga„:

Peer Schader, „FAZ“, schreibt: „Befreit von der Last, dem Ersten seinen Platz als Programm zu sichern, das junge Zuschauer auch in Zukunft weitestgehend meiden sollen, um den Marktanteil bei den Älteren nicht zu drücken, wirkte Struve sichtlich gelöst und versicherte gleich zu Beginn: ‚Mit diesen Gästen kann nichts schief gehen.‘ Vielleicht meinte er: Mit diesen Gästen kann nichts schief gehen, wenn Sie zuhause vor dem Bildschirm heute mal früher zu Bett gehen wollen und keine Angst haben wollen, was zu verpassen.“

Die etwas differenziertere Kritik finden Sie in der „FAZ“ unter dem Titel: „Wollen Sie diesen Mann scheitern sehen?

Nachtrag (13.3.2009):

Reiner Braun, „Kölner Stadtanzeiger“, schrieb: „Warum einer wie Struve sich das antut und seinen 68. Geburtstag im MDR-Studio verbringt, muss er sich selbst beantworten. Denn per Saldo war das nur ein weiteres Kapitel aus der tragischen Endlos-Geschichte ‚alte Männer, die nicht loslassen können‘, weil sie mit Bedeutungsverlusten nicht klar kommen.“

Den Verriss finden Sie im „KSTA“ unter dem Titel: „Struve schippert durch Seicht-Gewässer„.

3 Gedanken zu „„Riverboat“-Moderatoren: Verrisse für Struve (Nachtrag 13.3.2009)

  1. Bisher haben wir in der Familie gern Riverboat gesehen, bis jetzt. Das könnte sich mit dieser Besetzung ändern. Klar hatte es auch vorher mal Bestungen gegeben, die nicht ganz glücklich waren. Aber hier wurde eine Altersversorgung konstruiert, der Fernsehkunde und der MDR haben das Nachsehen.

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