MDR: Schulung für Journalisten im Umgang mit der NPD

Die Mitarbeiter des MDR werden demnächst speziell für die Berichterstattung über die NPD ausgebildet. Dazu solle ein eintägiger Workshop dienen, erklärte der Chefredakteur Fernsehen, Wolfgang Kenntemich, in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber presseclub-dresden.de.

Ziel sei es, auf besondere „Probleme sowie mögliche Reaktions- und Verhaltensmuster hinzuweisen“. Zudem führe die juristische Direktion regelmäßig Informationsveranstaltungen durch und halte die Journalisten über die aktuelle Rechtslage auf dem Laufenden. Man verfolge „mit besonderem Interesse“ die Entwicklung der NPD, um sie in der Vorwahlberichterstattung angemessen gewichten zu können. In Sachsen stehen am 30. August 2009 wieder Landtagswahlen an. 2004 war die NPD mit 9,2 % ins sächsische Parlament eingezogen.

Die komplette Stellungnahme von Wolfgang Kenntemich zum Umgang mit der NPD in Sachsen finden Sie hier (als PDF): stellungnahme-wk-zum-umgang-mit-der-npd.

Hintergrund der Anfrage sind unsere Recherchen zu der Frage, wie Medien im Rahmen der Landtagswahlen mit der NPD umgehen und ob sie sich speziell darauf vorbereiten. Der Bericht erscheint in den kommenden Tagen auf dieser Seite. Zur Wahl 2004 hatte Kenntemich ein Interview mit NPD-Spitzenkandidat Apfel abbrechen lassen und den Vorgang später laut Spiegel-Online als eine “möglicherweise sich entwickelnde sehr undemokratische Gesprächskultur” bezeichnet. Kevin Reißig

Dieser Text entstand im Rahmen des Seminars „Lokaler Medienjournalismus“ am Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden (WS 2008/09).

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