„taz“: DDR-Zeitungen nach der Wende

Doppelter Lesehinweis: Die „taz“ hat am Freitag ein lesenswertes Stück über die „Thüringer Allgemeine“ und ihren Chefredakteur Sergej Lochthofen veröffentlicht („Der oberste Geschmacksbestimmer„). Dem Porträt zur Seite gestellt ist ein längeres Stück über die ehemaligen DDR-Zeitungen und deren Entwicklung nach der Wende.

Zitat: „Nur wenige ehemalige DDR-Blätter wie die Märkische Oderzeitung (ex Neuer Tag, Frankfurt an der Oder) haben sich nach der Wende einer gründlichen Überprüfung aller MitarbeiterInnen auf Stasi-Tätigkeit unterzogen.“

Und weiter: „Die zahlreichen Neugründungen der Wendezeit gingen dabei leer aus, zum Zuge kamen stets die großen Zeitungshäuser aus der BRD. Die Segnungen des Westens, der neue Technik finanzierte und – anders als bei der TA – fast überall neue Chefredakteure installierte, waren aber mehr als trügerisch. Durch die völlig verfehlte Privatisierungspolitik wurde die Dominanz der ehemaligen SED-Blätter bis heute festgeschrieben.“

Die „taz“-Geschichte trägt den Titel: „Zeitungen in der DDR: Scheinbare Vielfalt„.

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