Lesehinweis: Twitter-Prognose zur Sachsen-Wahl hat Nachspiel

Die „Sächsische Zeitung“ weiß, dass die vorzeitige Veröffentlichung von Wahlprognosen zur sächsischen Landtagswahl bei Twitter nun ein Nachspiel hat. Betroffen ist der Radebeuler CDU-Stadtvorsitzende Patrick Rudolph, über dessen Account erste Prognosen bei Twitter zu lesen waren – Rudolph bestreitet die Veröffentlichung und redet davon, dass sein Account gehackt worden sei. „War die Twitter-Attacke zur Landtagswahl eine Intrige in der CDU?„, fragt die „Sächsische Zeitung“ heute.

In dem Zusammenhang sei auf die Argumentation von Rene Schulte hier in unseren Kommentaren hingeweisen. Zu unserem Bericht zu der vorzeitigen Prognose-Veröffentlichung schreibt Schulte:

„Ich halte es für unwahrscheinlich das @pr_radebeul gehackt wurde. Wieso sollte jemand einen Account hacken um Prognosen zu übermitteln?! Weiterhin würde sicherlich jeder halbwegs clevere Hacker sofort das Passwort, die Emailadresse u.a. Einstellungen ändern, so dass der eigentliche Besitzer den Account nicht direkt selbst löschen kann.“

Und: „Weiterhin kann es rechtlich durchaus irrelevant sein ob der Account @pr_radebeul gehackt wurde. PR nutzt das Medium, also muss er sich damit auskennen und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen. Siehe http://www.e-recht24.de/news/urheberrecht/891.html„.

3 Gedanken zu „Lesehinweis: Twitter-Prognose zur Sachsen-Wahl hat Nachspiel

  1. Ich frage mich, ob in solchen Fällen zukünftig die CDU-Internet-Zensur-Stoppschilder helfen werden, dieserart Web-Hooliganismus zu verhindern. Sonst lassen sich am Ende durch solche Twittereien um 17:05 Uhr noch hunderttausende nichtwählende Twitterer zur Stimmabgabe animieren. Wenn die dann alle was „Falsches“ wählen! Das geht gar nicht!
    Also sollte man Patrick Rudolph seine Computer, Modems, Splitter, Leitungen, Tastaturen und sonstige webfähige Geräte etc. öffentlich auf dem Kötschenbrodaer Marktplatz demontieren, schreddern und ökologisch korrekt entsorgen.
    Als Warnung an alle Web-Hools, denn das Internet ist kein rechtsfreier Raum.
    Dieselben Prognosen zur selben Zeit wie zu @rp`s Twitt bekommen zwar alle zur Wahl stehenden Parteien ebenso, aber das erzählen wir mal nicht dem deutschen Michel, der könnte sonst denken, er würde veräppelt.
    Oder täusche ich mich da?

    kurt

    ps: Was die parteiinterne Intrige betrifft, gilt bei Machtfragen nach wie vor die Sentenz von Stephan Hermlin, damals auf die SED bezogen: „Der Helm eines Kommunisten hat viele Dellen. Nicht alle stammen vom Klassenfeind.“

  2. Pingback: Dresden - Blog - 25 Sep 2009

  3. Pingback: Twitter-Prognose zur Landtagswahl bleibt ohne Konsequenzen

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