Medienlinks: Kritik an sozialen Netzwerken

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Der Bundestagsabgeordnete Michael Kretschmer (CDU) kommentiert im CDU-Fraktionsblog den Vorschlag des EU-Ministerrates zur Cyberkriminalität. Wäre ja schön, wenn seine Position Mehrheitsmeinung in der CDU-/CSU-Fraktion wäre. Ist es aber nicht – netzpolitik.org

Internet und Neue Medien ermöglichen ganz neue Möglichkeiten, sich zu informieren. Damit wird die Welt – zumindest theoretisch – ein bisschen demokratischer. Doch was ist mit den Menschen, die aus welchen Gründen auch immer über keinen Zugang zum Netz verfügen?
Während die einen aufgrund von Bildung und Einkommen, Generation und Lebensmilieu vom Netz profitieren, werden die anderen, die Off-Liner immer mehr abgehängt, sodass ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt ebenso sinken wie ihre Möglichkeiten an Kultur und Gesellschaft teilzuhaben – dradio.de

Die Stiftung Warentest lässt kein gutes Haar an sozialen Netzwerken wie Facebook und MySpace. Der Hauptvorwurf: Die Daten der Nutzer sind nicht sicher. Doch so berechtigt die Kritik ist – die meisten Nutzer werden sich einmal mehr herzlich wenig darum scheren. Denn das Bewusstsein für den Datenschutz erodiert – welt.de

Wie die NPD versucht, in Sozialen Netzwerken Mitglieder zu rekrutieren
Statt sich aber wie bisher auf verfemten Neonazi-Seiten auszutoben, wo man sowieso nur unter Gleichgesinnten bleibe, solle der Rechte von heute stärker als bisher Soziale Netzwerke wie Facebook, SchülerVZ, StudiVZ, Wer-kennt-wen oder StayFriends unterwandern. Hier könne viel besser „unser Streben und Wollen“ in die Gesellschaft transportiert werden – berlinonline.de

MDR: Die Boulevard-Sendung „Brisant“ berichtete über die Festnahme Kachelmanns. Der stellvertretende MDR-Fernsehdirektor, Sandro Viroli, sagte WELT ONLINE: „Der Mann ist seit einem Jahr nicht mehr bei uns. Es geht nicht darum, Kachelmann zu schützen.“
Vielmehr, so Viroli, wolle sein Sender nicht wie die anderen Medien spekulieren. „Wir tappen nach wie vor im Dunkeln, was da vorgefallen ist“, sagt Viroli. Dagegen kritisiert Rundfunkratsmitglied Bernd Müller-Kaller, der MDR habe in seinen „aktuell“-Sendungen nicht über die Verhaftung berichtet. Er legte für den Verband eine Programmbeschwerde ein – welt.de, blog.tageschau.de, blog.tageschau.de

Wie im Ersten ist auch im MDR nicht wegen des Verdachts der Vergewaltigung berichtet worden. Das kritisiert Rundfunkratmitglied Bernd Müller-Kaller, der sächsische Landesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus. Er legt sogar für den Verband Programmbeschwerde beim MDR ein. Grund: Der Sender sei ja laut Staatsvertrag zur objektiven und umfassenden Berichterstattung verpflichtet – sueddeutsche.de

Das Sinfonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks MDR will in der kommenden Saison mit der Reihe «Musical Landscapes» neues, vor allem auch jüngeres Publikum anziehen. Acht Länder von vier Kontinenten werden mit ihrer Musik und ihrer Kultur vorgestellt – mz-web.de

Medienlinks vom 25.3.2010

Die Medien überbewerten nach Einschätzung von Allensbach-Chefin Renate Köcher das Twittern als Kommunikationsform. Twittern habe in der Berichterstattung zwar „enorme Bedeutung“. Der Kreis derer, die twitterten, sei jedoch sehr klein, sagte Köcher am Mittwoch in Berlin, wo sie die Studie „Gesprächskultur 2.0“ vorstellte – tagesspiegel.de

Wie eine Visitenkarte in naher Zukunft aussehen könnte, hat vor Kurzem die schwedische Firma The Astonishing Tribe vorgestellt. Recognizr heißt deren Applikation für Smartphones. Und die funktioniert so: Ein Mensch fotografiert sich selbst, lädt das Bild in eine Datenbank und schreibt seinen Namen, seine Telefonnummer und vor allem seine Profiladressen bei Facebook, Twitter oder Xing dazu. Wenn nun jemand diesen Menschen mit einem netztauglichen Handy fotografiert, erkennt eine Software namens Facelib das Gesicht und blendet die dazugehörigen Daten ein. Anklickbar. Das erspart lästiges Begrüßen, Vor- und Verstellen sowie alle üblichen Höflichkeitsfloskeln – fr-online.de

Das DIMBB Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung, gegründet von Heiko Hilker, erstellt regelmäßig einen Nachrichtenüberblick zur Medienlandschaft Deutschlands. Eine Auswahl von relevanten Links geben wir hier wieder – wir danken dem DIMBB für die Bereitstellung.

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Eine Antwort to “ Medienlinks: Kritik an sozialen Netzwerken ”

  1. Thema Kachelmann: Das ist aber eine seltsame neue Herangehensweise! Ein Sender kann also dafür kritisiert werden, wenn er nicht im Stile der Boulevard-Presse Spekulationen anstellt? Egal, was man von Kachelmann hält und was sich in diesem Fall herausstellen wird: Bisher galt es eher als ein Zeichen von Niveau, wenn Medien sich nicht gleich auf jede private Angelegenheit von Prominenten stürzten und wilde Vermutungen in die Welt setzten. Es sollte doch jedem Sender (bzw. jeder Zeitung) selbst überlassen bleiben, ob man ein Thema einfach auch einmal nicht bringt. Da taucht (übertrieben gesagt) erstmalig ein positiver Aspekt am MDR auf und dann wird er genau dafür kritisiert! Verkehrte Welt …

    Immerhin gibt es jede Menge politische Themen, die in vielen Medien kaum oder gar nicht erwähnt werden – wo bleibt da die Kritik der anderen Medien? Das wäre viel wichtiger als ein angeklagter Wetterfrosch.

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