Presseclub-Piraten entern Elbzille „Waltraut“

Günstiges Fahrwasser für Alberthafen

Journalistische Piraten des Presseclubs enterten jüngst auf einer Exkursion im Dresdner Alberthafen den historischen Schleppkahn „Waltraut“, den letzten seiner Art, wie Peter Pfeifer, Projektkoordinator von der Museumskooperation Dresden Industriekultur, versicherte.

Die etwa 65 Meter lange Elbzille liegt neben dem Fischrestaurant unter einem Kran an der Kaimauer des separaten historischen Terminals und wird fachkundig und liebevoll restauriert vom Sächsischen Hafen- und Verkehrsverein e. V., erläuterte Vorsitzender Detlef Bütow, ehemaliger Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH.

Unter dem Motto: „Sechs Häfen – Ein Partner“ haben sich in den vergangenen Jahren die Elbhäfen von Dresden, Riesa, Torgau, Dessau-Roßlau, Decin und Lovosice mit ihren 80 bis 185 Tonnen Verladekränen zusammengeschlossen, um das logistisch schwierige Gütertransportgeschäft der Flussschifffahrt besser terminieren zu können.

Günstiges Fahrwasser für den über hundertjährigen in ständiger Erneuerung befindlichen Alberthafen und die Elbeschifffahrt sieht für die Zukunft Heiko Loroff, seit sechs Monaten neuer „Kapitän“ des Sechserbundes. Für Schwertransporte wie Turbinen, Transformatoren und Flugzeugteile sei der Wasserweg unverzichtbar, erklärte Loroff. Auf der Elbseite des Alberthafens wurde dafür eigens eine kranfreie Ro-Ro-Rampe gebaut.

Aber auch Schüttgut, wie das für Holland bestimmte Flussspat, wird transportiert und zwischengelagert auf der insgesamt 42 Hektar großen Hafenfläche, auf der sich eine Vielzahl von Unternehmen angesiedelt hat. Große Transportkapazität benötigen neben Stahlerzeugnissen und Schrott, auch Getreide, Düngemittel, Holz und Steine.

Fahrplanmäßig zweimal pro Woche fährt ein Containerschiff von Riesa nach Hamburg, der Albatros-Express gar viermal. Gegenwärtig werden nur drei Prozent des deutschen Transportaufkommens per Schiff bewegt, bis zu 30 Prozent wären logistisch jedoch möglich und würden den Straßenverkehr spürbar entlasten, betonte Heiko Loroff.

Terminhinweis: Erster Sächsischer Hafenball, am 15. November 2013, Information und Reservierung unter E-Mail detlef_buetow@gmx.de (mit Unterstrich). Ahoi! Und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel. RF



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