Medien-Echo zum Donsbach-Brief

Der offene Brief von Prof. Donsbach, den wir am Sonntag hier im Blog veröffentlicht haben, sorgt für Diskussionen und Medien-Echo. Bei LVZ-Online ist ein Bericht von dpa zu finden, die „Sächsische Zeitung“ druckte den Brief komplett ab und fragte bei Staatskanzlei und im Rathaus nach und die „SUPERillu“ hat ein Interview mit Wolfgang Donsbach veröffentlicht.

Bereits am Dienstag griff dpa (gefunden bei LVZ-Online) den offenen Brief auf und brachte ein ausführliches Hintergrundstück mit dem Titel „Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum Umdenken“ mit O-Tönen von verschiedenen Gesprächspartnern. Zitat: „Und Donsbach spricht aus, was etliche Menschen denken: Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (beide CDU) hätten am vergangenen Samstag an der öffentlichen Trauerfeier für Marwa El-Sherbini teilnehmen müssen, fehlten aber.“

Die „Sächsische Zeitung“ druckte den gesamten Brief am Dienstag und spitze Donsbach Aussagen auf die Frage zu: „Warum fehlten der Ministerpräsident und die Oberbürgermeisterin bei der Gedenkfeier?“ Zitat: „Aus der Staatskanzlei hieß es gestern, es trage nicht zur Deeskalation eines Konflikts bei, wenn der Ministerpräsident bei allen Gelegenheiten öffentlich in Erscheinung trete.“

Ein Interview mit Prof. Donsbach hat die „SUPERillu“ auf ihrer Webseite veröffentlicht. Titel: „Nach Mord an Ägypterin: ‚Dresden braucht mehr Zivilcourage!‘„. Dort sagt Donsbach u.a.: „Wenn in anderen Ländern, beispielsweise durch Islamisten, noch viel schlimmere Morde an unschuldigen Menschen passieren, kann das keine Rechtfertigung sein, bei uns gleichgültig zu bleiben. Man darf das nicht gegeneinander aufrechnen. Und wir möchten doch ein positives Image für Dresden, wir möchten doch, dass die Leute zu uns kommen!“

Beachten Sie bitte auch die Kommentare bei uns hier im Blog unter der Erstveröffentlichung des offenen Briefes von Prof. Wolfgang Donsbach.

3 Gedanken zu „Medien-Echo zum Donsbach-Brief

  1. Vielleicht sollte die „Sächsische Zeitung“ einfach mal an sich selbst arbeiten und den alltäglichen Rassismus im eigenen Blatt ausmerzen. Beispiel gefällig? Welche Rolle spielt bei dieser Meldung die Herkunft des „Täters“:

    „32-Jähriger schlägt Politesse nach Streit

    Die Polizei hat am Dienstagabend einen 32-Jährigen gestellt. Er hatte zuvor eine Politesse beleidigt und ihr ins Gesicht geschlagen. Anlass war ein Streit, weil der 32-Jährige seinen schwarzen BMW auf dem Gehweg der St.-Petersburger-Straße geparkt hatte. Der Türke ignorierte die Aufforderung der beiden Frauen vom Ordnungsamt, seinen BMW dort zu entfernen. Als die Frauen ihm daraufhin drohten, den BMW abschleppen zu lassen, ist der Täter laut Polizei aggressiv geworden. (lex)“

  2. Die Nationalität der Beteiligten anzugeben, ist in der Tat höchst fraglich; insbesondere bei kleinen Delikten, bei denen kein Zusammenhang zwischen Tat und Herkunft der Beteiligten besteht. Sollte eigentlich jeder Redakteur in der Grundausbildung lernen…

    Zur Frage der Beteiligung von Tillich/Orosz:

    Der MP hatte „wichtige“ Termine, bei den Dresden Monarchs musste er zum Zeitpunkt der Kundgebung eine Münze zur Platzwahl werfen. Soviel zum Thema

    „wenn der Ministerpräsident bei allen Gelegenheiten öffentlich in Erscheinung trete“

    Wundere mich sowieso, warum das von niemandem thematisiert wurde.

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