Schräge Vögel – gute Sprüche

LEOs Ausstellung im Kempi

Vergnüglich und tiefsinnig zeigt der Meißner Künstler Kay Leonhardt seine Ausstellung neuer Bilder „LEO, SCHRÄGE VÖGEL&FRIENDS dem Presseclub Dresden, auf Initiative von Clubmitglied Sabine Mutschke, in der ehemaligen Hauskapelle im Hotel Taschenbergpalais Kempinski, geöffnet bis 6. Januar 2019, Samstag und Sonntag von 11-18 Uhr.

Wer Humor sucht, in der manchmal mit biederer Ernsthaftigkeit daherkommenden großen Kunst, ist bei LEO richtig. Mit sichtbarem und eloquentem Spaß an nachdenklichen Sprüchen, wie „Du bist nicht Alles, aber ohne Dich ist alles nichts“, unterstreicht LEO den colorierten Charme seiner Tuschezeichnungen oder pointiert übermalten Fotografien und zeigt auf, wer einen Vogel hat, lieber Fische angelt oder mit der Katze kuschelt – drei fundamentale Attribute. Die Bilder seiner FRIENDS hat LEO geschickt in das Ausstellungskonvolut von über 90 Exponaten eingeordnet: Gaby Bachmann, Daniel Bahrmann, Roland Beier, Markuss Göpfert, Sebastian Locke, Axel Mayer, Clemens Metzler, Tita di Rego Silva und Prof. Heinz Werner, seinen ehemaligen Mentor: „Das Leben macht eindeutig zweideutig mehr Spaß.“

Motto: „Freunde sind wie Sterne, du kannst sie nicht immer sehen, aber sie sind immer da.“

Ebenso vielgestaltig ist LEOs Künstler-Vita. Geboren 1965 in Meißen, absolvierte Kay Leonhardt Förderklasse und Abendstudium der Hochschule für Bildende Künste Dresden und ein Studium an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, Halle, mit Diplom. LEO arbeitete unter anderem für die Porzellanmanufaktur Meissen, Hutschenreuther & Arzberg, in Berlin und als Hochschul-Assistent in Halle.

Er ist Mitbegründer der Freundschaftsgesellschaft Meissen-Arita/Japan e.V. und des jährlichen Jugendaustausches zwischen den Porzellan-Metropolen. Nach einer Assistenz-Professur am Arita College of Ceramics&Design, war Kay Leonhardt bis 2006 Tourismus-Manger der Porzellanmanufaktur Meissen. Seit 2008 ist LEO freiberuflich als Designer, Grafiker und Künstler tätig in Meißen, Dresden und Japan. In Japan scheint ihn ein Spruch geprägt zu haben, welchen man passend zur oft hektischen Vorweihnachtszeit samt gemütlich schwebendem Vogeltier in der Ausstellung verinnerlichen kann: „Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen.“

 

Text und Fotos: Roland Fröhlich