Der Presseclub Dresden verleiht den 27. Erich-Kästner-Preis an Samuel Koch

Damit würdigt der Verein sein Engagement für ein respektvolles Miteinander.

Der 27. Erich-Kästner-Preis des Presseclubs Dresden geht an den Schauspieler, Autor und Redner Samuel Koch. Damit würdigt der Presseclub Dresden das öffentliche Eintreten von Samuel Koch für ein respektvolles Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in unserer Gesellschaft und seinen Mut, der Menschen in schwierigen Lebenslagen inspiriert.

„Samuel Koch steht wie kaum ein anderer für die Überzeugung, dass gesellschaftliche Teilhabe keine Frage körperlicher Voraussetzungen sein darf“, sagt Andreas Weller, Co-Vorsitzender des Presseclub Dresden. „Eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung ist leider noch eine Vision, aber auch für uns als Presseclub unbedingt erstrebenswert. Mit seinem Engagement für Barrierefreiheit und seinem Einstehen für Menschlichkeit und Toleranz verkörpert Samuel Koch genau die Werte, die wir mit dem Erich-Kästner-Preis seit mehr als drei Jahrzehnten würdigen.“

Seit einem Unfall 2010 ist Samuel Koch querschnittsgelähmt. Dennoch beendete er 2014 sein Schauspielstudium mit Diplomabschluss und arbeitet erfolgreich in seinem Beruf. Mit dem Preis wird Samuel Koch auch für sein soziales Engagement im „Samuel Koch und Freunde e.V.“ ausgezeichnet. Der Verein setzt sich seit 2019 für die Barrierefreiheit in Kunst, Kultur und Freizeit ein und unterstützt darüber hinaus Menschen, die anderen in Notlagen zur Seite stehen, oft mit kräftezehrendem Engagement.

Der Presseclub Dresden vergibt den Preis seit 1994 an Persönlichkeiten, die sich um Toleranz, Humanität und Völkerverständigung verdient gemacht haben. Ausgezeichnet werden Menschen, die durch ihr Wirken in Kultur, Wirtschaft, Politik oder anderen Bereichen des öffentlichen Lebens Maßstäbe gesetzt und gesellschaftliche Verantwortung übernommen haben. Die Wahl erfolgt alle zwei Jahre in der Mitgliederversammlung des Vereins. Die Auszeichnung ist mit einer Skulptur des Bildhauers Vinzenz Wanitschke und einem Preisgeld von 10.000 Euro verbunden. Der Preisträger spendet das Geld für künstlerische, kulturelle oder karitative Projekte.

Der erste Erich-Kästner-Preis 1994 wurde an Ignatz Bubis verliehen. Auch Dr. Marion Gräfin Dönhoff, Richard von Weizsäcker, Hans-Dietrich Genscher und Dieter Hildebrandt zählen zu den Preisträgern. Im Jahr 2024 wurde Natalija Bock, Mitgründerin des Ukrainischen Zentrums in Dresden, geehrt.

Der 27. Erich-Kästner-Preis wird am 30. August in festlichem Rahmen auf Schloss Albrechtsberg in Dresden verliehen. Die Laudatio spricht Bischöfin Kirsten Fehrs, Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.