Zur aktuellen Situation der Vergütung journalistischer Arbeit im Freistaat Sachsen

Die Vergütungsregeln für Freie im Printbereich, die am 1. Februar in Kraft treten sollen, haben offensichtlich die Diskussion über die Vergütung journalistischer Arbeit insgesamt neu angefacht. Was ist Journalismus und wie wird er vergütet? Diese Frage muss ergänzt werden: Was ist uns journalistische Arbeit heute wert?

Immer weniger offensichtlich. Doch das Spektrum von Vergütungsregelungen ist sehr breit gefächert. Es reicht von Minimalvergütungen, die den jeweiligen Aufwand völlig ignorieren (Der Autor bekommt lediglich „ein Geld“) bis zu tariflichen Allround-Regelungen, die laufend angepasst werden. Der der Vergütung zugrunde liegende Tarifvertrag ist dabei heute eher die Ausnahme. Von den rund 3000 Journalistinnen und Journalisten, die der Landesverband der Freien Berufe im Freistaat Sachsen nennt, sind nach den Zahlen des sächsischen Journalistenverbandes (DJV Sachsen) mehr als die Hälfte freiberuflich tätig.

Rund 350 Mitglieder des Verbandes sind bei sächsischen Medienbetrieben festangestellt.

Doch Festanstellung heißt eben nicht gleichzeitig Tarifgehalt und auch sonst gute Konditionen. Um die regionalen tarifgebundenen Unternehmen im Medienbereich im Freistaat Sachsen aufzuzählen, kann man getrost eine Hand in der wärmenden Hosentasche lassen… MDR, LVZ, DNN, SZ/Mopo (plus Bild als überregionales Blatt) – mehr ist nicht. Ansonsten regiert der Markt, der Anzeigen-Markt! Denn die Anerkennung journalistischer Arbeit erfolgt kaum aufgrund von Auflagenhöhen, die durch Rezipienten-Entscheidung bestimmt werden. Die höchsten Auflagen haben ohnehin Anzeigenblätter, die als Wurfsendung mit allerlei Werbung in den Briefkästen landen.

Die großen sächsischen Regionalzeitungen müssen sich an ihren Abonnenten messen lassen. Weiterlesen

Oliver Radtke neuer Geschäftsführer beim DD+V

Nun ist es offiziell: Thomas Düffert, der bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung des Dresdner Druck- und Verlagshauses DD+V, verlässt das Unternehmen und wechselt zu Madsack nach Hannover. Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung wird Oliver Radtke.

In der offiziellen Mitteilung heißt es: „Oliver Radtke, 41, ist seit 1991 in verschiedenen Positionen bei Gruner + Jahr sehr erfolgreich tätig und seit 2007 Verlagsgeschäftsführer Operations und Mitglied der Geschäftsführung von Gruner + Jahr Deutschland.“

Düffert war seit 2007 beim DD+V; Radtke soll die Aufgaben spätestens zum 1. Juli übernehmen. Das DD+V gibt u.a. die „Sächsische Zeitung“, „Morgenpost Sachsen“ sowie diverse Magazine und Online-Portale heraus. Dazu kommen eine Reihe von Dienstleistungen im verlagsnahen Bereich (bspw. PostModern oder auch die Agentur Neuwerk). Eine Übersicht über die Aktivitäten der DD+V finden Sie hier. Gesellschafter des DD+V sind Gruner+Jahr sowie die SPD-Medienholding dd_vg.

Gerücht: Thomas Düffert verlässt das Dresdner Druck- und Verlagshaus DD+V

Thomas Düffert, der Vorsitzende der Geschäftsführung des Dresdner Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG (u.a. „Sächsische Zeitung“, „Morgenpost“) verlässt das Unternehmen, um zur Verlagsgruppe Madsack nach Hannover zu wechseln. Das melden diverse Nachrichtendienste mit dem Hinweis, dass die offizielle Bestätigung noch aussteht (u.a. kress.de und wuv.de). Da es bislang kein Dementi gibt (die ersten Meldungen stammen vom Montag), ist davon auszugehen, dass die Nachricht stimmt.

Den Branchendiensten nach übernimmt Düffert bei Madsack in Hannover die Position als Zeitungsgeschäftsführer für Niedersachsen. Offen ist, wie seine Berufung nach Hannover mit dem Abgang von Madsack-Web-Chef Andreas Arntzen zusammenhängt. „Werben & Verkaufen“ schreibt unter der Überschrift „Madsack: Web-Chef Arntzen verlässt den Verlag„:

„Fraglich ist, ob der Posten von Arntzen in der Holding-Geschäftsführung neu besetzt wird. Kolportiert wird, dass der Geschäfts­führer Thomas Düffert seine Aufgaben übernimmt, der vom Dresdner Druck- und Verlagshaus als Zeitungsgeschäftsführer für den niedersächsischen Raum zu Madsack wechselt.“

Düffert hatte den Vorsitz der Geschäftsführung beim DD+V im Januar 2007 übernommen. Weiterer Geschäftsführer des DD+V ist Carsten Dietmann.

„ZEIT für Sachsen“ erstmals erschienen

Die „ZEIT“ hat in dieser Woche erstmals eine Doppelseite mit Themen aus Sachsen im Blatt. Künftig sollen die beiden Regionalseiten unter dem Titel „ZEIT für Sachsen“ jeden Donnerstag in der Wochenzeitung zu finden sein. Dafür ist eigens ein Korrespondentenbüro in der Ostra-Allee 18 eingerichtet worden. Die Leitung liegt bei Stefan Schirmer, 35.

Schirmer kennt Sachsen gut aus seiner Zeit bei der „Sächsischen Zeitung“: Dort arbeitete er von 2000 bis 2008 als Reporter, Vize-Kulturchef und Leiter des Wochenendmagazins. Von Mai 2008 bis September 2009 war er Redakteur der Zeitschrift „Geo Spezial“. Unterstützung bekommt er von der Schriftstellerin Jana Hensel („Zonenkinder“), die regelmäßig als Kolumnistin für die Sachsenseiten schreiben soll.

„ZEIT“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo erklärt die Sonderseiten Weiterlesen

„Sächsische Zeitung“ stellt Jugend-Seiten ein

Die „Sächsische Zeitung“ stellt nach Jahren ihre wöchentlichen Lokal-Jugendseiten ein. Stattdessen werden die Berichte von Jugendredakteuren in die täglichen Lokalausgaben integriert. Die Entscheidung dazu sei bereits im Sommer diesen Jahres gefallen, sagte Thomas Bärsch, Geschäftsführender Redakteur der „SZ“, gegenüber presseclub-dresden.de.

Damit reagiert die Zeitung auf Studien des Instituts für Kommunikationswissenschaften (IfK) der TU Dresden. „Wir sind schließlich zu dem Ergebnis gekommen, dass es die beste Lösung ist, junge Berichterstattung als Bestandteil der täglichen journalistischen Arbeit zu betrachten und sie aus dem ‚Ghetto‘ einer nur einmal wöchentlich erscheinenden Jugendseite zu befreien. Das hat unserer Ansicht nach zwei Vorteile – einmal für die jungen Leser und zum anderen für die Jugendredakteure selbst“, sagt Bärsch.

Die jungen Leser könnten Berichte aus der Jugendszene nun sehr viel schneller in das Blatt bringen, Erwachsene ihre gewohnte Tageszeitung genießen, sagt er. Bärsch sieht in dem neuen Konzept nicht nur eine Bereicherung für den Leser, sondern auch eine Chance für die jungen Redakteure: „Nicht wenige der heute längst erwachsenen Redakteure und Autoren der ‚SZ‘ sind einen ähnlichen Weg gegangen.“ Rick Noack

„Sächsische Zeitung“ sucht den Leserkontakt bei Twitter

sz-kultur-umfrage

Ein spannendes Experiment: Das Kultur-Blog der „Sächsischen Zeitung“ (zu finden unter: sz-kultur.de) hat heute die Leser aufgefordert, sich zur gewünschten Themenauswahl im Blog zu äußern. Bei Twitter (@szkultur) hieß es dazu u.a.: „Wir denken nämlich gerade gesteigert über den Lesewunsch der User nach. Da war der naheliegendste Schluss: Fragen wir sie doch einfach.

Im Blog selbst gibt die Redaktion noch einige Hinweise, in welche Richtung die Vorschläge gehen könnten:

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„Sächsische Zeitung“ mit Sonderteil für Neu-Dresdner

Die „SZ“ von heute (6. August 2009) heißt alle Neu-Dresdner mit einem Sonderteil willkommen. Das sind immerhin jährlich rund 20.000 Menschen. In dem Sonderheft zeigt die „SZ“ jede Menge Beispiele, warum Dresden die schönste Stadt Sachsens ist und was sie alles zu bieten hat. In vielen kleinen Artikeln erfährt der Neu-Dresdner alles Wissenswerte über die Anfänge der Geschichte, den eingängigen Dialekt, kleine Alltagsgeschichten bis hin zur Politik.

Das Heft beinhaltet auch einen großen Kulturteil mit den besten Museen, Opern, Theater und Schauspielhäusern. Weiterlesen

„Sächsische Zeitung“ und „DNN“ erhöhen Preis (Update)

Die „Sächsische Zeitung“ erhöht zum 1. August den monatlichen Abo-Preis um 1 Euro. Am Kiosk kostet eine Ausgabe dann von Montag bis Donnerstag 1,10 Euro und Freitag und Samstag 1,20 Euro. In der Meldung in der Print-Ausgabe von heute mit dem Titel „In eigener Sache“ heißt es, dass Kunden, die für das Quartal oder das ganze Jahr bezahlt haben, noch beim alten Preis bleiben.

Zur Begründung schreibt die „SZ“: Weiterlesen

Medien-Echo zum Donsbach-Brief

Der offene Brief von Prof. Donsbach, den wir am Sonntag hier im Blog veröffentlicht haben, sorgt für Diskussionen und Medien-Echo. Bei LVZ-Online ist ein Bericht von dpa zu finden, die „Sächsische Zeitung“ druckte den Brief komplett ab und fragte bei Staatskanzlei und im Rathaus nach und die „SUPERillu“ hat ein Interview mit Wolfgang Donsbach veröffentlicht.

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