„Sächsische Zeitung“ startet bei Facebook und StudiVZ durch

szonline_facebook

Es bleibt spannend: Nach der Meldung von Freitag, dass SZ-Online und MDR demnächst kooperieren, legt die „Sächsische Zeitung“ in Sachen Online-Aktivitäten noch einen drauf – mit einer eigenen Facebook-Fanpage (Screenshot oben). Unter www.facebook.com/pages/szonline/258172067920 (auch für nicht bei Facebook registrierte Nutzer einsehbar) bietet SZ-Online dort die eigenen Inhalte an und sorgt so für Bekanntheit und Reichweite unter Internetnutzern.

Gleichzeitig hat SZ-Online auch sogenannte Edelprofile bei den VZ-Netzwerken StudiVZ und MeinVZ angelegt. Die Seiten dort sind unter studivz.net/dresden (Screenshot s.unten), studivz.net/sachsen sowie meinvz.net/dresden und meinvz.net/sachsen zu finden.

Weiterlesen

Ulrich Lingnau wird neuer Geschäftsführer der „Freien Presse“

Die „Freie Presse“ bekommt einen neuen Geschäftsführer: Wie kress.de meldet, übernimmt Ulrich Lingnau den Posten. „Lingnau war zuvor Finanzchef beim Axel-Springer-Vermarkter Axel Springer Media Impact“, heißt es dort unter der Überschrift: „Vom Springer-Vermarkter zur ‚Freien Presse‘: Lingnau wird Geschäftsführer in Chemnitz„. Lingnau hatte Springer zum Jahresende 2009 verlassen. Bei turi2.de heißt es, Lingnau „folgt bei der Medien-Union-Tochter auf Johannes Schulze, 65, der ausscheidet.“

Die „Freie Presse“ zählt mit einer verkauften Auflage von 291.370 Exemplaren zu den zehn größten Zeitungen in Deutschland. Eine Entwicklung der Auflagenkurve ist im Meedia-Analyser zu sehen. Erst zum März hatte die Zeitung mit Torsten Kleditzsch einen neuen Chefredakteur bekommen.

Nachtrag: Der Blog des DJV Sachsen weiß noch mehr: Der Wechsel in der Geschäftsführung wird zum 1. April 2010 vollzogen.

Medienlinks: zur Zukunft der Medienbranche

dimbb-links

Jeff Jarvis zur Zukunft der Medienbranche
focus.de

Innenminister de Maiziere läst sich das Netz erklären
zeit.de, tagesschau.de

Heute fand in Berlin die erste vom Bundesinnenministerium organisierte Dialogveranstaltung “Perspektiven deutscher Netzpolitik” mit dem Themenschwerpunkt “Datenschutz und Datensicherheit” statt.
Die vorformulierten Fragen spielten aber kaum eine Rolle in der dreistündigen Diskussion.
netzpolitik.org, heise.de

Medienlinks vom 18.1.2010

Weiterlesen

Monika Großmann nicht mehr bei Dresden Fernsehen

Ein bekanntes Gesicht weniger: Monika Großmann, langjährige Redaktionsleiterin bei der Dresden in Fernsehen GmbH, hat zum Jahreswechsel den Sender verlassen. Das bestätigt Geschäftsführer René Falkner auf Nachfrage. Großmann, am Ende noch in der Funktion einer Chefin vom Dienst tätig, sei auf eigenen Wunsch gegangen; man habe sich einvernehmlich getrennt.

Eine konkrete Nachfolge-Personalie ist laut Falkner nicht nötig: Man habe in den vergangenen Monaten das Team kontinuierlich erweitert, gerade erst sei eine Volontärin als Redakteurin übernommen worden.

Großmann selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, entsprechend unklar ist, wo sie in Zukunft arbeitet. Sie war kurz nach dem Betreiberwechsel von Elb-TV zur Dresden in Fernsehen GmbH im Jahr 2005 zu dem Sender gekommen und auch häufig vor der Kamera zu sehen.

Medienlinks: Uwe Tellkamp und die Plagiatsvorwürfe

dimbb-links

Medienlinks vom 16.1.2010

Uwe Tellkamp und die Plagiatsvorwürfe: Was sagt die Literaturwissenschaft dazu?
freitag.de

Im Internet wird über Aktionen auf Youtube und Facebook diskutiert. Was dahinter steckt, bleibt im Dunkeln. Und welchen Nutzen haben virtuelle Solidaritätserklärungen?
freitag.de

Der Mensch wird zum Datensatz
netzpolitik.org, faz.net

Das DIMBB Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung, gegründet von Heiko Hilker, erstellt regelmäßig einen Nachrichtenüberblick zur Medienlandschaft Deutschlands. Eine Auswahl von relevanten Links geben wir hier wieder – wir danken dem DIMBB für die Bereitstellung.

Montag 18.1. ist Presseclubtag

Liebe Presseclubmitglieder,

wir laden ganz herzlich zum zweiten Termin im neuen Jahr ein:

18.1.2010, 19.00 Uhr – Presseclub vor Ort Marco Bensen, Direktor des neu erbauten Hotels Innside Dresden – Sol Melia, Salzgasse 4
Nach einem Rundgang durch das neue Hotel (Eröffnung 4.1.2010) sprechen wir mit dem Direktor (bei einem kleinen Imbiß) über Konzeption, Firmenphilosophie und Erwartungen an den neuen Standort und Dresden.

Vorschau Weiterlesen

Exklusiv: MDR kooperiert mit „SZ-Online“ und „LVZ-Online“ (Update: 19.1.2010)

Man ist sich einig, es fehlen aber noch die Unterschriften: Aus gut unterrichteten Kreise heißt es, der MDR kooperiere künftig mit „Leipziger Volkszeitung LVZ“ und der „Sächsischen Zeitung“. Inhalt der Kooperation ist die Belieferung der Zeitungen mit Bewegtbildern, die dann auf den Webseiten der Zeitungen („SZ-Online“ und „LVZ-Online“ – und somit dann wohl auch „DNN-Online„) eingebunden werden. So sei etwa bei der „Sächsischen Zeitung“ geplant, einzelne Artikel mit Video-Beiträgen etwa aus dem Sachsenspiegel zu ergänzen.

Zur Finanzierung der Beiträge geben die Zeitungen Werbeplätze an den Sender – es handelt sich also um ein klassisches Gegengeschäft. Eine vergleichbare Kooperation mit der Thüringer Zeitungsgruppe TZG in Erfurt hatte der MDR bereits im Januar 2009 verkündet. Bei seinem Besuch im Presseclub Dresden wenige Tage später hatte MDR Intendant Udo Reiter damals aber erklärt, die Zeitungen in Sachsen und Sachsen-Anhalt ständen der Belieferung mit Video-Inhalten sehr skeptisch gegenüber (Meldung vom 29. Januar 2009: „Reiter: Sächsische Zeitungen zögern bei Online-Kooperationen„).

Diese Haltung hat sich offenbar bei den Zeitungshäusern in Sachsen geändert.

Update 19.1.2010: Die Kooperation von MDR und „LVZ/DNN“ ist heute im Rahmen eines Pressetermins vorgestellt worden und startet bereits am 1. Februar 2010. Das meldet kress.de unter dem Titel: „Neue Online-Koop: MDR beliefert ‚Leipziger Volkszeitung‘ mit Bewegtbild„.

Zur aktuellen Situation der Vergütung journalistischer Arbeit im Freistaat Sachsen

Die Vergütungsregeln für Freie im Printbereich, die am 1. Februar in Kraft treten sollen, haben offensichtlich die Diskussion über die Vergütung journalistischer Arbeit insgesamt neu angefacht. Was ist Journalismus und wie wird er vergütet? Diese Frage muss ergänzt werden: Was ist uns journalistische Arbeit heute wert?

Immer weniger offensichtlich. Doch das Spektrum von Vergütungsregelungen ist sehr breit gefächert. Es reicht von Minimalvergütungen, die den jeweiligen Aufwand völlig ignorieren (Der Autor bekommt lediglich „ein Geld“) bis zu tariflichen Allround-Regelungen, die laufend angepasst werden. Der der Vergütung zugrunde liegende Tarifvertrag ist dabei heute eher die Ausnahme. Von den rund 3000 Journalistinnen und Journalisten, die der Landesverband der Freien Berufe im Freistaat Sachsen nennt, sind nach den Zahlen des sächsischen Journalistenverbandes (DJV Sachsen) mehr als die Hälfte freiberuflich tätig.

Rund 350 Mitglieder des Verbandes sind bei sächsischen Medienbetrieben festangestellt.

Doch Festanstellung heißt eben nicht gleichzeitig Tarifgehalt und auch sonst gute Konditionen. Um die regionalen tarifgebundenen Unternehmen im Medienbereich im Freistaat Sachsen aufzuzählen, kann man getrost eine Hand in der wärmenden Hosentasche lassen… MDR, LVZ, DNN, SZ/Mopo (plus Bild als überregionales Blatt) – mehr ist nicht. Ansonsten regiert der Markt, der Anzeigen-Markt! Denn die Anerkennung journalistischer Arbeit erfolgt kaum aufgrund von Auflagenhöhen, die durch Rezipienten-Entscheidung bestimmt werden. Die höchsten Auflagen haben ohnehin Anzeigenblätter, die als Wurfsendung mit allerlei Werbung in den Briefkästen landen.

Die großen sächsischen Regionalzeitungen müssen sich an ihren Abonnenten messen lassen. Weiterlesen

Medienlinks: Coworking und Digitalisierung

dimbb-links

Junge Kreative übertragen Prinzipien aus dem Internet ins wahre Leben. Im „Coworking“ sehen sie die Arbeitsform der Zukunft. Ein Besuch im Berliner Betahaus.
taz.de

Zahlreiche Möglichkeiten hält die digitale Welt für uns bereit. Zugleich wird die Infoflut und ständige Vernetzung auch zum Stressfaktor. Heute muss man regelrecht online sein. Ibrahim Evsan beschreibt die Möglichkeiten und Risiken der zunehmenden Digitalisierung.
dradio.de

Facebook, MeinVZ, wer-kennt-wen: Soziale Netzwerke gehören für viele von uns längst zum Alltag. Inzwischen hat auch die Elterngeneration Geschmack am Web 2.0 gefunden
tagesspiegel.de


Medienlinks vom 14.1.2010
Weiterlesen

Die meisten Morde werden aufgeklärt – Oberstaatsanwalt Christian Avenarius im Presseclub

„Pro Jahr passieren im Raum Dresden und Umgebung etwa zehn Morde“, erklärte Christian Avenarius, 50, Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, im Gespräch mit SZ-Redakteurin Bettina Klemm im Presseclub Dresden. Die Aufklärungsquote bei Gewaltverbrechen sei hoch. Seit 1990 lägen nur etwa zehn ungelöste Fälle vor, darunter auch der „Mordfall Hummel“ von 1991 in Laubegast. Aber alle diese Fälle würden weiterverfolgt, betonte Avenarius.

Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, müsse der Sprecher der Staatsanwaltschaft manchmal „mauern“, Informationen zurückhalten, wie beispielsweise beim jüngsten Mordfall an der Schülerin Susanne. Es sei bekannt gewesen, dass der Täter, ein 32jähriger Pakistani, geflüchtet sei, dennoch habe er diese Meldung nicht herausgegeben. Erst als feststand, dass der Täter sich im Ausland aufhält, habe die Staatsanwaltschaft den europäischen Haftbefehl veranlasst, der dann überraschend schnell zur Verhaftung in Calais geführt habe. Von England aus wäre es für den Täter leichter gewesen, nach Pakistan zu flüchten. „Diese Verhaftung war ein Fahndungserfolg der Dresdner Mordkommission und des Bundeskriminalamtes“, sagte Avenarius, der als Leiter des Jugend-Dezernates der Staatsanwaltschaft selbst mit dem Fall befasst ist.

Bei den meisten Fällen ist Avenarius „nur“ der Übermittler zur Presse. Weiterlesen