Acht Fragen an: Dr. Joachim Ragnitz, ifo Institut Dresden

Am kommenden Montag, den 9. Februar, ist Dr. Joachim Ragnitz zu Gast im Presseclub Dresden. Der 48jährige Diplom-Volkswirt ist stellvertretender Geschäftsführer des ifo Instituts in der Niederlassung Dresden und kennt sich berufsbedingt bestens mit der ostdeutschen Wirtschaft aus. Denn die Forschungsschwerpunkte des gebürtige Niedersachsen sind u.a. regionale Entwicklung und der Strukturwandel in Ostdeutschland.

Entsprechend beschäftigen uns an dem Clubabend Fragen wie: Hat der Osten eine Chance? Bleibt die Annäherung an den Westen ein Wunschtraum? Und steht der Leuchtturm Mikroelektronik vor dem Verlöschen?

Mit Dr. Ragnitz eröffnen wir hier im Presseclub Dresden-Blog eine neue Serie: „Acht Fragen an…„. Künftig werden wir so unsere Gäste kurz persönlich vorstellen. Weiterlesen

„Low“: das Art-Magazin aus Dresden jetzt am Kiosk

Während da draußen ständig von der Krise der Print-Branche die Rede ist, scheint Dresden derzeit ein gutes Plätzchen für eine Zeitschriften-Neugründung zu sein. Jedenfalls kommt nach dem Lifestyle-Titel „Instants“ und dem Special-Interest-Blatt „Lvining Line Dance“ jetzt innerhalb kürzester Zeit das dritte neue Magazin aus Dresden an die Verkaufsstellen: „Low„.

Das zweisprachige „Low Art Magazine“ „wirft ein Auge auf die internationalen alternativen Kunstszenen“, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Und weiter:  Weiterlesen

Neuer Eigentümer für „Dresdner Neueste Nachrichten“

Wir hatten vor einer Weile schon mal die Verhandlungen gemeldet: Offenbar haben die Verhandlungen zwischen dem Axel-Springer-Verlag und der Verlagsgruppe Madsack nun zu einem Ergebnis geführt. Der Branchendienst kress.de meldet: „Die Axel Springer AG verkauft ihre Beteiligungen an verschiedenen Regionalzeitungen an Madsack.“

Zu den Springer-Lokalzeitungen gehört auch eine 50%-Beteiligung an der „Leipziger Volkszeitung„, zu der auch die „Dresdner Neueste Nachrichten“ gehören. Die anderen 50% der „LVZ“ gehörten auch vorher schon Madsack. Welche Auswirkungen der Verkauf auf den Ableger in Dresden haben wird, bleibt abzuwarten.

„Der Verkauf an die Madsackgruppe, die u.a. die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) herausgibt, wäre ein weiterer Schritt zur Konsolidierung des durch die Printkrise unter Druck stehenden Zeitungsmarktes“, heißt es zu dem Thema auf der Webseite des DJV Sachsen.

Die „DNN“ verliert seit Jahren kontinuierlich an Auflage. Derzeit liegt die Zeitung bei 27.817 verkauften Exemplaren (lt IVW, IV. Quartal 2008).

Riverboat: Mariele Höppner und Günter Struve sind die „Neuen“

Das ging schnell: Der MDR hat mit Mariele Höppner und Günter Struve zwei neue Kapitäne für das „Riverboat“ bekannt gegeben. Die beiden moderieren erstmals am 6. März mit Jan Hofer das MDR-Talkformat.

Höppner ist erst im Sommer von Sat1 zum MDR gewechselt, um zum „Brisant„-Moderatoren-Team zu stoßen. Günter Struve war bis Oktober 2008 Programmdirektor der ARD; seitdem arbeitet er als Berater für das Verbindungsbüro der ARD in Los Angeles, so die Mitteilung des Senders. Das Büro wird vom MDR gesteuert, der auch für die Verpflichtung Struves verantwortlich ist. Die Berufung von Struve als Berater war verschiedentlich auf Kritik gestoßen.

Der MDR hatte erst vor wenigen Tagen den Abgang von Jörg Kachelmann als Moderator des „Riverboat“ bekannt gegeben. Die „SUPERillu“ schreibt von „Spannungen“. Weiterlesen

Neue Termine Presseclub Dresden

Sehr geehrte Mitglieder,

nach dem gut besuchten Jahresauftakt mit Prof. Dr. Reiter freuen wir uns, Ihnen die Termine für Februar und Anfang März 2009 mitteilen zu können. Für unsere Clubabende haben wir Dr. Joachim Ragnitz (ifo Institut Dresden), Baubürgermeister Jörn Marx und TWD-Geschäftsführer Rainer Zieschank gewinnen können.

Die Termine im einzelnen sind: Weiterlesen

Wilfried Mohren: Hauptverfahren eröffnet

Das Landgericht Leipzig hat das Hauptverfahren gegen den ehemaligen MDR-Sportchef Wilfried Mohren eröffnet. Wann die Hauptverhandlung beginnt, ist derzeit aber noch.

„Ihm werden Bestechlichkeit in 19 Fällen sowie Vorteilsnahme, Betrug und Steuerhinterziehung in jeweils mehreren Fällen vorgeworfen. Während seiner Arbeit als Sportchef soll er von verschiedenen Firmen und Organisationen insgesamt 350.000 Euro erhalten und dafür im Gegenzug spezielle Sportveranstaltungen werbewirksam im MDR präsentiert haben“, heißt es in einer AFP-Meldung.

Auch „Sächsische Zeitung“ („Leipziger Gericht lässt Anklage gegen MDR-Sportchef zu„) und „Leipziger Volkszeitung“ („Ex-MDR-Sportchef Mohren muss sich demnächst vor Gericht verantworten„) berichten.

In den Nachrichtenangeboten des MDR ist dagegen keine Meldung zu finden. Vermutlich hält man sich zurück, weil sich der MDR selbst noch mit Mohren über Schadensersatz auseinandersetzt. Hier steht die Einigung aber noch aus.

Programmhinweise: Haus der Presse und Sternekoch aus Dresden im TV

Das Dachcafé im „Haus der Presse“ ist heute Abend im Rahmen einer Gaunerkomödie in der ARD zu sehen. Das Café war vor knapp einem halben Jahr Drehort für den Film „Die Blücherbande“ (Ausstrahlung: 5.2., 20.15 Uhr). Details zum Film verrät der „SZ“-Artikel „Film ab: Dresdner „Haus der Presse“ diese Woche im Ersten„.

Ab kommender Woche ist außerdem Dresdens Sterne-Koch Stefan Herrmann (bean & beluga) im MDR zu bewundern. Laut „Sächsische Zeitung“ ist ab dem 9.2.2008 täglich ein Beitrag mit Herrmann in „Hier ab vier“ über seine Arbeit und den Betrieb eines Restaurants zu sehen. Mehr weiß die „SZ“-Geschichte: „Star-Koch kommt ins Fernsehen„.

Folgt der “Sächsischen Zeitung” bei Twitter (II)

Passend zu unserem „Aufruf: Folgt der „Sächsischen Zeitung‘ bei Twitter!“ hat die „Drehscheibe“ einen Artikel zur Nutzung von Twitter durch Zeitungsredaktionen veröffentlicht. Die „Drehscheibe“ ist ein Angebot von der Bundeszentrale für politische Bildung, das sich direkt an Lokalzeitungsredakteure richtet.

„Die Zeitungen zwitschern neuerdings – von der Augsburger Allgemeinen bis zur Zeit, fast jeden Tag kommen neue Medien hinzu, die den Mikro-Blogging-Dienst Twitter nutzen“, heißt es dort unter der Überschrift „Zwitschern im Blätterwald„.

In dem Artikel werden auch die Funktionsweise von Twitter nachvollziehbar erklärt und Hinweise gegeben, wie man selbst twittern kann.

Unserem Aufruf, der „SZ“-Autorin Valeria Heintges zu folgen, sind inzwischen immerhin 25 Personen gefolgt (Stand: 1.2.2009, 12 Uhr) – Weiterlesen

Kachelmann geht vom „Riverboat“

Riverboat“ bald ohne Kachelmann: Der MDR teilt mit, dass Jörg Kachelmann am 13. Februar 2009 letztmalig das Talkformat „Riverboat“ moderiert. Es gibt aber scheinbar kein schlechtes Wetter zwischen Sender und Wetterguru, Grund sind vielmehr offenbar die Quoten. In der Mitteilung wird Fernsehdirektor Wolfgang Vietze zitiert:

„Im letzten halben Jahr haben wir testweise je eine Sendung live gesendet und die nächste aufgezeichnet – das hat sich einfach nicht bewährt. Wir wollen wieder jede Sendung live senden und müssen leider zur Kenntnis nehmen, dass Herr Kachelmann die Live-Termine aufgrund seiner vielfältigen anderen Tätigkeiten nicht gewährleisten kann“.

Kachelmann, der seit Januar 2007 beim „Riverboat“ mit an Bord war, bleibt aber Moderator von „Kachelmanns Spätausgabe„. Zurück bei „Riverboat“ bleibt Jan Hofer – der erstmals am 6. März mit neuem Partner oder neuer Partnerin moderieren wird.

Aufruf: Folgt der „Sächsischen Zeitung“ bei Twitter! (Update 2.2.2009)

Wie erklärt man völlig unbeteiligten und unbedarften Lokalzeitungs-Lesern Twitter? In der „Sächsischen Zeitung“ vom 31. Januar 2009 versucht sich Autorin Valeria Heintges daran. Titel der Geschichte: „Heute schon gezwitschert?“ Für den „Selbstversuch“ hat sich Heintges eigens einen Twitter-Account (@valeriahei, Stand 31.1.2009, 15 Uhr: 5 Follower) angelegt – ihr einziger Tweet bis heute ist vom 27. Januar:

Ich sitze in der Redaktion und versuche zu kapieren, was dieses Gezwitscher eigentlich ist und kann. Bisher blicke ich es noch nicht richtig.

So richtig macht der Artikel nicht den Eindruck, als wäre das in den vergangenen drei bis vier Tagen besser geworden. Vielmehr handelt es sich bei dem Selbstversuch um eine rudimentäre Beschreibung, die den Leser eher ratlos zurücklässt. Da dienten wohl eher andere Medien als Recherche-Quellen?

Außerdem tritt Heintges in eine Satire-Falle: Weiterlesen