Volker Schwarzenberg verlässt Energy Sachsen

Wechsel an der Spitze von Energy Sachsen: Der langjährige Geschäftsführer Volker Schwarzenberg verlässt den Sender zum Ende des Jahres. Seine Nachfolge übernimmt Christopher Franzen, der die Geschäfte von Hauptgesellschafter Frank Otto führt. Schwarzenberg geht laut Mitteilung auf eigenen Wunsch.

In der Pressemitteilung des Senders wird er wie folgt zitiert: Weiterlesen

SLM vergibt weitere DVB-T-Lizenzen für Sachsen

Nach dem flächendeckenden Start des digitalen Antennen-Fernsehens DVB-T für Sachsen im Sommer diesen Jahres hat die Sächsische Landesanstalt für Medien SLM jetzt den Weg frei gemacht für weitere Lizenzen im Freistaat. Der Medienrat hat in seiner Sitzung vom 20. Oktober „einen vordringlichen Bedarf an DVB-T- Übertragungskapazitäten für die Versorgung der Städte Chemnitz, Dresden, Leipzig, Landkreis Bautzen, Vogtlandkreis und Landkreis Zwickau festgestellt.“ Mit anderen Worten: Die Lizenzen für diese Städte und Kreise werden nun ausgeschrieben.

Ob mit der Ausschreibung der Lizenzen auch der Weg frei ist für das zweite lokale Fernsehen, wie es von ElbTV angekündigt worden ist, geht nicht aus der Mitteilung der SLM hervor. Weiterlesen

Das Bild vom „Journalismus“: Wichtig, aber nicht vertrauenswürdig

Zum Club-Abend am Montag setzen wir unsere noch junge Reihe fort, in der Vertreter des IfK Instituts für Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden Ergebnisse ihrer aktuellen Forschungsarbeiten vorstellen. Beim kommenden Termin geht es um Wahrnehmung durch und Bedeutung des Journalismus für das Publikum.

Die durchgeführte repräsentative Erhebung hat offenbar überraschende Ergebnisse zu Tage gefördert. Weiterlesen

IVW für Dresden: Nur „Mopo“ gewinnt Auflage (Korrektur: 22.10.2008)

Die Auflagen-Auswertungen für das dritte Quartal 2008 sind jetzt vollständig bei IVW-Online abrufbar und erlauben den Vergleich mit dem Vorjahresquartal. Der erste Eindruck (nur mit Vergleichswerten aus dem zweiten Quartal 2008, also dem Vorquartal) bestätigt sich weitesgehend: Die Regionalzeitungen verlieren weiter an Auflage. Allerdings kann die „Morgenpost Dresden“ im Vergleich zum Vorjahr punkten und im Einzelverkauf (+6,95% auf jetzt: 20.179 Exemplare) und beim Abonnement (+8,51% auf 46.976 Exemplare) zulegen.

Nachtrag/Korrektur 22.10.2008: Gerade ist der Hinweis eingegangen, dass die Gewinne der „Mopo“ einen simplen Grund haben: Die Meldeweise ist im Laufe des Jahres geändert worden und bei der „Mopo“ zählt nun, im Gegensatz zum Vorjahr, die Sonntagsausgabe direkt dazu. So muss man doch auf den Vorquartalsvergleich zurückgreifen – da verliert die „Mopo“ wie alle anderen.

Im folgenden die detailliertere Auswertung für die übrigen Zeitungen und Zeitschriften aus Dresden, die insbesondere für die Zeitschrift „SAX“ eine drastische Entwicklung aufzeigen: Weiterlesen

DWT-Pleite: Ausschüsse stimmen Neugründung zu

Jetzt steht nur noch die Entscheidung im Stadtrat am Donnerstag aus, dann nimmt der Umbauplan und die Neugründung der städtischen Tourismusgesellschaft ihren Lauf. Das meldet die „Sächsische Zeitung“ mit der Überschrift: „Stadträte geben grünes Licht für eine Neugründung„.

Zitat: „Mit einer knappen Mehrheit stimmten gestern Abend die Stadträte in den Ausschüssen für Wirtschaft und Finanzen den Plänen zur Restrukturierung der Dresden-Werbung und Tourismus GmbH zu.“ Die Aktion war nötig geworden, weil die städtische Dresden Werbung und Tourismus GmbH in finanzielle Not geraten war.

Der Umbau ist weiter begleitet von Rücktrittsforderungen gegenüber Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert.

Stehen „LVZ“ und „DNN“ vor Eigentümerwechsel?

Der Axel-Springer-Verlag steht offenbar in Verhandlungen über seine Beteiligungen an Regionalzeitungen. Laut dem Branchendienst „Horizont“ spricht Springer mit der Verlagsgruppe Madsack über einen Verkauf. Betroffen von der Veräußerung der Lokalzeitungsanteile wären auch die „Leipziger Volkszeitung“ und damit der Dresdner Ableger der „LVZ“, die „Dresdner Neusten Nachrichten“.

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DWT-Pleite: Fehler in der Buchhaltung

Die Geschichte um die DWT-Abwicklung scheint kein Ende zu nehmen: Die „Sächsische Zeitung“ berichtet in ihrer Samstags-Ausgabe, dass Wirtschaftsprüfer einen Rechenfehler in der Buchhaltung gefunden hätten.

Zitat: „Demnach hat sich ein ehemaliger Buchhalter im vergangenen Jahr bei den Budgets verrechnet, nachdem der Freistaat Fördermittel in Höhe von 50000 Euro strich. Die Geschäftsführerin Yvonne Coulin bemerkte den Fehler erst, nachdem die Budgets überschritten waren. Sie entließ den Buchhalter. Aufsichtsräte bestätigten auf SZ-Anfrage den Vorfall.

Aus dem Bericht geht hervor, dass Coulin den Fehler sowie eine falsche Prognose bestätigt, aber einen Zusammenhang mit der Insolvenz ausschließt. Weiterlesen

IVW: Auflagen in Dresden weiter leicht rückläufig

Zum Ende eines Quartals, jeweils in der Mitte des Folgemonats, veröffentlicht die IVW die Auflagen-Zahlen von Zeitungen und Zeitschriften – allerdings zunächst nur die der großen überregionalen Blätter. Die Auflagenzahlen der Regionalzeitungen aus dem dritten Quartal 2008 sind offenbar nachgeordnet und daher derzeit noch nicht frei zugänglich.

Trotzdem haben wir zumindest von drei lokalen Zeitungen schon die IVW-Zahlen III/2008 vorliegen. Die Auflagen der Zeitungen sind wie erwartet weiter rückläufig – keine große Überraschung. Erfreulich ist, dass im Vergleich zum Vorquartal die Verluste nur gering ausfallen. Die Zahlen im Detail:

  • # „Sächsische Zeitung“ (gesamt): 271.402 verkaufte Auflage, das sind 3.235 Exemplare weniger als im Vorquartal (-1,18%)
  • # „Morgenpost Dresden“: 71.950 verkaufte Auflage, das sind 1.006 weniger als im Vorquartal (-1,38%)
  • # „DNN“: 26.848 verkaufte Auflage, das sind 768 weniger als in II/08 (-2,78%)

Eine ausführlichere Auswertung der Auflagenzahlen, dann auch mit Vorjahresvergleich, folgt in den kommenden Wochen, sobald alle Zahlen bei ivw.de frei zugänglich sind – dann auch inklusive der Zahlen von „BILD Dresden“ und den aus der Stadt gemeldeten Zeitschriften (s. Meldung vom 27. Juli 2008).

Blogs: „Graswurzel-Journalismus“ oder „Selbstreferenzialität“?

Wer sich mit Blogs und deren Relevanz und Bedeutung für den Journalismus auseinander setzt, findet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Message“ einen spannenden Text mit dem Titel „Die aufmüpfigen Info-Piraten„. Dort stellt Prof. Michael Haller vom Institut für Journalistik der Universität Leipzig die Ergebnisse von verschiedenen Studien zum Thema vor – und nimmt eine meiner Meinung nach weitesgehend zutreffende Einordnung von Blogs und Bloggern in Deutschland vor.

Im Text-Teaser heißt es: „Viele Blogger sehen sich als die neuen Journalisten: diskussionsoffen und realitätsnah. Die Recherchearbeit aber überlassen sie lieber den Mainstream-Medien – und erregen sich über deren Fehler.“

Zwei Zitate sollten genügen, um zur Lektüre der Geschichte anzuregen:

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