Dresden Fernsehen: Stadtrat-TV ging erstmals auf Sendung

Wie angekündigt hat Dresden Fernsehen am Wochenende eine Zusammenfassung der Stadtratssitzung gezeigt. Die „Sächsische Zeitung“ schreibt: „Am Sonnabend ab 18 Uhr sowie am Sonntag ab 8 Uhr war der reichlich zwei Stunden dauernde Zusammenschnitt zu sehen. Drei Kameras filmten die Sitzung. Ungekürzt ausgestrahlt wurde unter anderem die Debatte zur Zukunft des Tourismus in Dresden.“

Im Stadtrat selbst war die Vergabe des Sendeformats ohne Ausschreibung kritisiert worden – Ansätze der Debatte waren schon während der Sitzung bei Twitter zu verfolgen. Als Sponsor der Sendung traten laut dem Bericht in der „SZ“ (Titel: „Premiere für Stadtrats-TV„) die Thomas Sport Center auf.

Kritiker bemängeln an dem Konzept in erster Linie, Weiterlesen

Verfolgt: Grünes Stadtrats-Getwitter

Wir hatten die vergangenen Tage ja schon über die neuartige Kommunikationsform Twitter und die Vorstellung in der „Sächsischen Zeitung“ berichtet – was eine ganze Reihe von Kommentaren zur Folge hatte. Erstmals saß am gestrigen Donnerstag ein Twitterer aus der Fraktion der Grünen in der Dresdner Stadtratssitzung und kommentierte fleißig das Geschehen. Der oben gezeigte „Tweet“ ist nur einer der interessanteren Kommentare, die unter @Rathaus_Dresden während der Sitzung aufliefen.

Ausgerechnet das Thema Stadtrats-TV, dass jüngst hier und in den Dresdner Medien vorgestellt wurde, war dann auch Thema der Debatte: Weiterlesen

„Lausitzer Rundschau“ stellt Ableger „20cent“ ein

Die Lausitzer VerlagsService GmbH („Lausitzer Rundschau„, „Lausitz am Sonntag„) nimmt ihren jungen Ableger „20cent“ vom Markt. Das meldet der Branchendienst kress.de unter der Überschrift „Holtzbrinck stellt Billigblatt ’20 Cent‘ ein„. Das Blatt wird zeitgleich mit „20cent Saar“ beerdigt – die „Lausitzer Rundschau“ gehört zur „Saarbrücker Zeitung“, die wiederum zur Verlagsgruppe Holtzbrinck gehört.

20cent“ war eine Erfindung des ehemaligen Chefredakteurs der „Lausitzer Rundschau“, Peter Stefan Herbst, den ältere Dresdner noch als stellvertretenden Lokalchef der „Mopo“, „Riverboat“-Moderator oder Chefredakteur der „DNN“ kennen dürften (komplette Vita bei kressköpfe).

Herbst hatte die „Bild“-Konkurrenz, die junge Leute an das Mutterblatt heranführen sollte, mit seinem Wechsel aus der Lausitz nach Saarbrücken (wo er heute als Chefredakteur fungiert) auch im Saarland eingeführt. Bei kress.de heißt es jetzt: „Eine Aussicht auf Break-even sei trotz intensiver Bemühungen seit Einführung der Blätter im Jahr 2004 in der Lausitz und 2005 im Saarland ’nicht gegeben‘.“

Halbherzige Halbleiter – Ifo-Vize Joachim Ragnitz im Presseclub


„Das Lohnniveau spielt in der Halbleiterbranche eine untergeordnete Rolle“, erfuhren erstaunte Mitglieder des Presseclubs Dresden bei einem Gespräch mit Joachim Ragnitz. Der stellvertretende Geschäftsführer des ifo-Institutes für Wirtschafts- und Sozialforschung Dresden und früher einer der „Fünf Wirtschaftsweisen“ besuchte den Club am 9. Februar 2009.

Die Förderpolitik des „Gastlandes“, wenn man so sagen darf, sei weitaus wichtiger. Weiterlesen

MDR benennt externe Ombudsfrau für Hinweise auf Korruption

Der Mitteldeutsche Rundfunk MDR hat die Leipziger Rechtsanwältin Cornelia Gürtler zur externen Ansprechpartnerin für Hinweise auf Korruption ernannt.

„Meine Aufgabe ist es, Informationen über korruptionsverdächtige Handlungen jeder Art vertraulich entgegenzunehmen. Dazu gehören mögliche Straftaten wie Betrug und Untreue aber auch der Verdacht auf private oder wirtschaftliche Verflechtungen, die nicht mit dem Programmauftrag in Einklang zu bringen sind“, schreibt die Fachanwältin für Arbeits- und Sozialrecht auf ihrer Webseite.

Gürtler arbeitet ergänzend zum Antikorruptionsbeauftragten, Weiterlesen

West-Medien und Ost-Themen

Einen interessanten Beitrag zu der Frage, ob es Ost-Themen generell schwerer haben in der bundesdeutschen Medienlandschaft findet sich im offiziellen Tagesschau-Blog. Der Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke beschreibt dort den Entscheidungsprozess in der Redaktion, ob der Tod von Kurt Demmler eine „Meldung“ sei oder nicht.

Zita aus dem Eintrag mit dem Titel „Kurt who?„: „…ein eher unbekannter Name – da schien die Frage eher eine rhethorische zu sein: ‚Müssen wir den melden?‘ Selbst Kollegen mit breiter Allgemeinbildung zuckten mit den Schultern. Und so habe ich vorsichtig gefragt, ob in unserer Konferenzrunde jemand mit DDR-Vita sei. Fehlanzeige. Ab 11 Uhr erschienen dann die ersten ‚Exemplare dieser Spezies‘ zum Dienst, und schnell war klar: Ja doch, Kurt Demmler muss man melden.“

Offenbar haben es Ost-Themen in Redaktionen mit überregionalen Anspruch also doch durchaus noch etwas schwerer.