Kann die Stadt dem Boom der Chipindustrie standhalten?

Hightech-Ansiedlung in Milliardenhöhe, „Silicon Saxony“ boomt – und die Stadt schaut zu: Wer dem Ruf des Presseclub-Vorstands am Montag nach Klotzsche folgte, spürte schon bei der Anfahrt die Expansionslust Infineons. Auf über 40.000 Quadratmeter Reinraumfläche produzieren und entwickeln schon heute rund 3.250 Fachkräfte die Innovationstreiber der Zukunft: Chips.

Glaubt man Infineons Kommunikationschef Christoph Schumacher, sind sie der Schlüssel zur Lösung der Klimakrise, gefertigt an Europas bedeutendstem Ort dafür. Grund genug für den Hightech-Giganten aus München, den ehemaligen Siemensstandort im Dresdner Norden zu erweitern – für fünf Milliarden Euro zugunsten eines gänzlich neuen Werks, das über 1.000 neue Halbleitermechatroniker in Betrieb nehmen sollen.

Nach einem spannenden Einblick Schumachers in Firma und Vorhaben ließ doch der zweite Abendgast am tiefsten blicken: Frank Bösenberg, Chef des Hightech-Netzwerks „Silicon Saxony“, ließ den ein oder die andere ins Grübeln kommen: Weiß die Stadt, was auf sie zukommt?

„Was die Dresdner nicht begreifen: das wird nicht die letzte Milliarde gewesen sein“, sagt Bösenberg, meint Infineons Eigeninvestition und schielt auf den neuesten Großinvestor: TSMC ist schon heute der größte Chip-Produzent der Welt – und investiert entsprechend doppelt so viel in seine ganz eigene Niederlassung im Silicon Saxony. Wie die SZ berichtete, muss Dresden deshalb nun bis zu 50 Millionen Euro in die Hand nehmen. Es sei nicht genug Wasser da. Schumacher zufolge wird das vor allem zum Waschen gebraucht – damit etwa die Quote von maximal einem Fehler auf 10 Millionen Einheiten gehalten werden kann.

Doch alle Bänder stehen still, wenn kein Arm sie pflegen will. Und danach sieht es aus: Trotz der Einmaligkeit des Dresdner Ökosystems eilt der Stadt und dem Freistaat ein Ruf voraus – Pegida 2014, Chemnitz 2018, laut neuesten Umfragen würde die AfD stärkste Kraft. Und selbst wenn etwa eine gänzlich neu wachsende TSMC-Community mit halboffenen Armen empfangen würde – wo sollten sie wohnen, ihre Kinder zur Schule bringen? Stimmt Bösenbergs Schätzung, dann braucht es nicht ein-, nicht zehntausend neue Lebensgrundlagen – die gesamte Region müsste sich in sieben Jahren auf 50.000 Fachkräfte einstellen.

Für diese massive Ansiedlung gibt es dem Experten zufolge genau fünf Gründe: Während die EU „nur“ 13 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung lockert, pumpt Deutschland 30 Milliarden Steuer-Euro in seinen plötzlich auch strategisch wichtigen Industriezweig. „Niemand in der Branche baut, ohne dass sie Geld dazu bekommen“, sagt der Experte.

Außerdem biete Sachsen mit den TUs Dresden, Chemnitz und Freiberg eine sehr gute Ausbildungslandschaft. Aber vor allem die elf Fraunhofer Institute verleihen der hiesigen Struktur Einzigartigkeit.

Punkt 3: (Fast) Alle Zulieferer sind schon da. 40.000 Menschen seien schon heute mittelbar mit den 800 kleinen Schritten betraut, die es braucht, um einen Chip zu bauen.
Und, dass die Konkurrenz bereits vor Ort ist, zwinkert Bösenberg Schumacher zu, bedeute eine tolle Möglichkeit Fachkräfte abzuwerben. Das alles spricht dafür, dass die Dresdner Behörden – anders als Magdeburg – mit der komplexen Ansiedlungsthematik umzugehen wissen. Obwohl Bösenberg der Meinung ist, „Raketenwissenschaft ist einfacher als das.“

Mag sein, dass die Behörden das Ansiedeln topverwalten – der Weitblick fehle ihnen wie so oft. Denn „Silicon Saxony“ hat den Anspruch, nicht weniger als die wichtigste Rolle in der europäischen Chipindustrie zu spielen. Letztere will sich bis 2030 auf ein Investitionsvolumen von einer Trillion Euro verdoppelt haben. Soll Dresden dabei die Hauptrolle übernehmen, müsste sich „Silicon Saxony“ in seiner aktuellen Verfassung vervierfachen – und infolge der in Rente gehenden Babyboomer-Generation Platz für 50.000 Arbeiterfamilien schaffen. Doch selbst wenn Wohnungen vorhanden und Schulplätze verfügbar wären: Langsam, aber sicher wird es eng im Elbtal. Intel entschied sich etwa aus Platzmangel die Elbe hinab nach Magdeburg.

Spätestens an diesem Punkt waren auch den anwesenden Clubmitgliedern am Montag die Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. „Wir als ,Silicon Saxony‘ können nicht das ganz große Rad drehen“, sagt Bösenberg. „Das Schneckentempo dabei geht uns gegen den Strich. Das ist in Dresden aber nicht der Fall.“

Der Netzwerkchef vereint 76.100 Leute branchenweit, 100.000 sollen es werden. Bei dieser Mammutaufgabe braucht es die breite Masse. Für das ein oder andere Clubmitglied vielleicht Impuls genug, den gesamtgesellschaftlichen Umfang dieser „Mammutaufgabe“ in der Redaktion fallen zu lassen.

Text von Erik Töpfer, Fotos von Infineon Dresden und Stefan Scharf

Zeitreise im Haus der Presse

„Weißt du noch?” Beim Besuch der neuen Ausstellung im Archiv der Sächsischen Zeitungen wurden bei einigen Clubmitgliedern Erinnerungen lebendig. Sie haben einst noch den Bleisatz beim Druck erlebt und mit einer Rechenscheibe die Größe der Fotos in den Zeitungen ermittelt.

Zum 75. Geburtstag der Sächsischen Zeitung hatten Teamleiter Sven Geisler und seine Kollegen vom SZ-Archiv reichlich Material zusammengetragen. Daraus ist eine kleine Ausstellung geworden. Der Presseclub erhielt eine exklusive Führung.

Zeitgeschichte sind auch die ausgewählten Titelseiten. So wird am 4. Juni 1956 ausführlich über die Eröffnung der Dresdner Gemäldegalerie berichtet und im August 1978 der „Erste Deutsche im All“ bejubelt. Zum Mauerbau 1961 titelte die Sächsische Zeitung: „Wirksame Sicherung unserer Grenzen“.


Andere Clubmitglieder erinnerten sich an die Arbeit nach der Hochwasserflut 2002, als das Wasser der Weißeritz meterhoch im Foyer des Hauses stand. Zeitungen und Fotos, die damals im Kellergeschoss gelagert waren, wurden vernichtet. „Schlimmere Schäden als durch das Wasser entstanden, als das Wasser abgeflossen war durch sofort aufgetretenen Schimmel“, erzählte Geisler. Ein Teil der Bestände wurde dennoch gerettet. Und glücklicherweise gibt es noch Negative, die Geisler mit viel Mühe heraussucht, wenn die Kolleginnen und Kollegen historisches Material benötigen.

Aus heutiger Sicht ist es überraschend, dass beispielsweise Sonnabend-Ausgaben in den 90er Jahren bis zu 54 Seiten dick war und mehr als 20 Seiten Anzeigen enthielten. Stellen-, Auto- und Immobilienmarkt waren in der Zeitung beliebte Rubriken, bevor die Themen ins Internet abwanderten.

Ausgestellt ist auch einer der ersten Computer, ein Commodore-64-Nachbau, den die SZ-Journalisten schon in den 80der Jahren nutzten, als in den meisten Redaktionen in der DDR noch die Schreibmaschine üblich war.


Auf zwölf Stelen ist in der kleinen Ausstellung in Wort und Bild die Entwicklung der Sächsischen Zeitung vom Bleisatz bis ins Digitale nacherlebbar.

Sven Geisler nimmt gern Material zu Geschichte der Zeitung entgegen, denn die Ausstellung soll noch wachsen. Unter sz.archiv@ddv-mediengruppe.de sind Anmeldungen möglich.

Die Presseclubmitglieder ließen den Abend auf dem Dach des Hauses mit einem Gläschen und lockeren Gesprächen ausklingen. Aus etwa 45 Metern Höhe bot sich ein wunderschöner Blick aufs Stadtzentrum.

Text und Bilder von Bettina Klemm

Gesprächsabend mit Innenminister Armin Schuster

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) war am 12. Juni nach einem fordernden Tag im Innenausschuss des sächsischen Landtags zu Gast beim Presseclub Dresden und DJV Sachsen. Er stellte sich auch hier kritischen Fragen zum Polizeieinsatz rund um das Demonstrationsgeschehen am „Tag X“ in Leipzig.


Schuster, seit April 2022 im Amt, hatte den Einsatz verantwortet und trotz großer Kritik im Nachgang als erfolgreich bezeichnet. Linke und linksextreme Gruppen hatten für den Fall einer Verurteilung der Linksextremistin Lina E. vor dem Oberlandesgericht Dresden zum „Tag X“ aufgerufen und mobilisiert. Die Stadt Leipzig hatte ein Versammlungsverbot erlassen und war daraufhin mit Vorwürfen konfrontiert worden, die grundgesetzlich garantierte Versammlungsfreiheit einzuschränken.

Im Gespräch mit Presseclub-Vorstandsmitglied Tobias Wolf sagte Schuster: „Worauf ich unglaublich Wert lege, ist die Feststellung, dass die Grundrechte der Leipziger Anwohner, Geschäftsinhaber und von Touristen gewahrt wurden.“

Im weiteren Verlauf des Gesprächs erklärte Schuster, warum mehr als 1000 Menschen mehr als zehn Stunden eingekesselt gewesen seien und wie schwierig der Posten des Innenministers sei. Schuster war als Nachfolger von Parteifreund Roland Wöller nach Sachsen gekommen, der wegen einer Reihe von Polizeiskandalen und Vorwürfen der Vetternwirtschaft entlassen worden war. „Anfangs habe ich jeden Abend zu meiner Frau gesagt: ich bin noch im Amt“, so Schuster. Er müsse für jeden Einzelnen seiner Untergebenen die Hand ins Feuer legen.

Der Innenminister ließ auch einiges an Persönlichem durchblicken, erzählte etwa, dass er im Verlauf seiner Karriere bereits in 13 Bundesländern gelebt und gearbeitet habe, außer in Sachsen Anhalt, Hamburg und Bremen. In der Hälfte der Fälle sei seine Frau mit ihm umgezogen, in den anderen Fällen habe man eine Wochenendbeziehung geführt. Schuster war in den 1980ern in den damaligen Bundesgrenzschutz eingetreten und so auch in den 1990ern erstmals nach Sachsen gekommen, was er schon damals zu schätzen gelernt habe.

Als eine der größten Herausforderungen im Gespräch mit Tobias Wolf bezeichnete Schuster die Bekämpfung des Rechtsextremismus in Sachsen. Weitere Themen waren der Zustrom von Migranten und wie sich Schuster eine Regulierung vorstelle, etwa mit Kontrollen der sächsischen Außengrenzen.

Lacher bekam Schuster am Ende für die Antwort auf eine Frage aus dem Publikum, ob er sich denn als Wahlkreis bei der Landtagswahl den Leipziger Süden zutrauen würde, der bislang der einzige von den Linken direkt gewonnene Wahlkreis ist. Schusters Antwort: „Ich kann Großstadt“. Allerdings sei das zu weit weg von Dresden, wo er inzwischen wohne. Er würde lieber einen Wahlkreis in der Umgebung der Landeshauptstadt vertreten, so seine Partei das wolle. Ob er wirklich 2024 zur Landtagswahl antritt, ließ Schuster offen. Seine Antworten sollte jedoch einen Tag später in der Landespressekonferenz abermals Beachtung finden.

Im Bild (v.l.n.r.): Tobias Wolf (Presseclub Dresden), Lars Radau (DJV Sachsen), Innenminister Armin Schuster und Carsten Dietmann (Presseclub Dresden).

Salonschiffe werden fit für Partys

Presseclub im Gespräch mit Geschäftsführer Victor Straubhaar der Weißen Flotte Sachsen GmbH

Nach der Silvesterparty erhält das Salonschiff „Gräfin Cosel“ eine Rundumerneuerung. „Es wird alles heller und moderner, der Teppichboden verschwindet. Das Schiff mit 500 Plätzen für Fahrgäste ist so künftig besser für Partys und Events aller Art geeignet“, kündigt Victor Straubhaar beim Gespräch im Presseclub Dresden an. Seit eineinhalb Jahren ist er gemeinsam mit Stefan Bloch Geschäftsführer der Weißen Flotte Sachsen GmbH und damit Herr der historischen Dampferflotte. 

Straubhaar rechnet mit knapp einer Million Euro für die Verjüngungskur der „Cosel“.  Äußerlich wird es wenig Veränderungen geben, aber das Schiff erhält komplett neues Interieur und Mobiliar. Die vier Innenbereiche werden sich voneinander abheben, aber multifunktional nutzbar bleiben. Auf dem oberen Deck sind künftig die Tische und Sitze nicht mehr festgeschraubt, um mehr Nutzungsmöglichkeiten beispielsweise für Partys zu haben. Ein Salon soll zudem so umgebaut werden, dass auf dem Schiff auch Konferenzen stattfinden können. Dafür wird die nötige Technik für Präsentationen installiert, erklärt Straubhaar. 

Bis spätestens zur Dampferparade am 1. Mai 2024 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Im Jahr darauf wird das Salonschiff „August der Starke“ umgebaut. Damit sind auch die Pläne, die Schiffe zu verkaufen, vom Tisch. Ein neues zusätzliches Schiff stellt sich der 31-jährige Geschäftsführer dennoch irgendwann einmal vor.

Nach der Insolvenz der Sächsischen Dampfschifffahrt im Juni 2020 konnte sich die Schweizer Firma United Rivers AG beim Bieterverfahren durchsetzen und setzt seit September desselben Jahres als Weiße Flotte Sachsen GmbH das operative Geschäft der Flotte und des Gastronomiebetreibers ElbeZeit fort. Für den Erhalt der neun historischen Schiffe gründeten die Schweizer die Kulturerbe Dampfschiffe Dresden GmbH. Zudem soll künftig ein Wächterrat mit zwölf berufenen Persönlichkeiten über die Schiffe wachen. Das beeindruckte die Mitglieder des Presseclubs. Eine Teilnehmerin lobte ausdrücklich die Anstrengungen der Schweizer, um die historischen Dampfer zu erhalten. 

 Seit der Übernahme habe das Unternehmen schon einen Millionenbetrag für die Instandhaltung der Dampfer investiert, genaue Angaben macht Straubhaar nicht. Die Dampfer wurden zwar in den 1990er Jahren runderneuert, aber inzwischen sei wieder viel zu tun. So mussten beispielsweise alle Radkästen erneuert werden, der Ausfall des Kessels auf dem Dampfer Leipzig kostete allein 125.000 Euro. „Wir investieren dauerhaft, aber wir fahren auch mit historischen Schiffen, da kann immer mal ein Problem auftreten“, erklärt Straubhaar, der nicht nur beruflich, sondern auch privat Oldtimer liebt. Dabei könne sich die Flotte auf ihre Maschinisten und Nautiker verlassen, die in den Wintermonaten die Schiffe flotthalten. Für Spezialarbeiten werden zusätzlich Fachkräfte verpflichtet. 

Die Flotte hat derzeit 145 feste Mitarbeiter plus Saisonkräfte insbesondere in der Gastronomie. Allen einstigen Angestellten der Sächsischen Dampfschiffahrt und der ElbeZeit sei die Übernahme zu den vorigen Konditionen angeboten worden. Um entsprechenden Nachwuchs zu haben, bildet die Weiße Flotte etwa drei Dutzend Lehrlinge aus – die Industriemechaniker in Zusammenarbeit mit den Dresdner Verkehrsbetrieben. 

 „Wir schreiben schwarze Zahlen und bauen uns ein Polster auf“, verkündet der Geschäftsführer. Als Gründe nennt er auf Nachfrage eine größere Flexibilität statt einmal festgelegter Fahrpläne. So werde in Zeiten von Niedrigwasser schnell mal eine neue „Brückentour“ kreiert. Die Dampfer fahren zur Not kürzere Strecken mit weniger Fahrgästen. Als großes Unternehmen mit 70 Kabinenschiffen im Mutterkonzern könne die Weiße Flotte zudem bessere Konditionen beim Einkauf erzielen. Straubhaar verschweigt jedoch auch nicht, dass die Preise erhöht wurden. 

Mit rund 400.000 verkauften Tickets hatte die Flotte im vergangenen Jahr ein gutes Geschäft. Sie blieb von den großen Auswirkungen des Niedrigwassers im Dürresommer weitgehend verschont. Das lag vor allem daran, dass Tschechien wegen der Erneuerung seiner Staustufe in großem Umfang Wasser ablassen musste. Doch Hochwasser und Niedrigwasser gehören an der Elbe zum Alltag. Gerade deshalb sei das finanzielle Polster erforderlich, um Ausfallzeiten zu überbrücken. 

Die Weiße Flotte ist längst mehr als Dampferfahren im Linienverkehr. Kulinarische Veranstaltungen, Tanz- und Musikkonzepte, Krimi-Diner und Kapitän-Nemo-Kombiveranstaltungen an Bord und in der Schlossereihalle der Laubegaster Werft gehören ebenso zum Angebot.

Gespräch mit Victor Straubhaar

Die historischen Raddampfer, die älteste Dampfschiffflotte der Welt, sind der Stolz der Dresdner Flotte. Nach einer Insolvenz übernahm die Schweizer United Rivers AG aus Basel im September 2020 das Unternehmen. Die Arbeitsplätze sollten erhalten und Mitarbeiter in die Weiße Flotte Sachsen GmbH und die Kulturerbe Dampfschiffe Dresden GmbH übergehen. Was hat sich seither getan? Wie geht es der Flotte heute? Über diese und viele andere Fragen wollen wir am 5. Juni um 18 Uhr mit Geschäftsführer Victor Straubhaar diskutieren. Wir treffen uns auf dem Salonschiff August der Starke am Terrassenufer. 

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend. Zur besseren Planung bitten wir bis zum 1. Juni, 12 Uhr um Anmeldung unter info@presseclub-dresden.de.

5. Juni 2023 um 18 Uhr am Terrassenufer, Salonschiff August der Starke

Ein echtes Stück Preußen in Sachsen

Weil die schöne Rosalie am preußischen Hof unerwünscht war, baute Prinz Albrecht von Preußen einen Wohnsitz am Dresdner Elbhang. Der Prinz hatte sich von seiner Frau Marianne von Oranien-Nassau scheiden lassen und deren Hofdame Rosalie von Rauch geheiratet: nicht standesgemäß, denn Rosalie war „nur“ die Tochter des preußischen Kriegsministers Gustav von Rauch.

Regelmäßig verleiht unser Presseclub seinen Erich-Kästner-Preis im Kronensaal von Schloss Albrechtsberg. Nun gewährte uns Messechef Ulrich Finger einen Blick hinter die Kulissen und gab uns bei einem angenehmen Abend viele Informationen zum Schloss.

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„Spannendes Thema – innovative Location“

Der Clubabend über BloggerInnen und InfluencerInnen im Co-Working-SpaceImpact Hub auf der Trompeterstraße kam bei den Mitgliedern super an

Umfragen unter den Mitgliedern fördern manchmal sehr interessante Themen zutage. So geschehen bei der letzten Mitgliederversammlung, als unser Clubmitglied Karla Kallauch vorschlug, einmal die Szene der BloggerInnen und InfluencerInnen (Content Creator) bei einem Clubabend zu beleuchten. Als Pressesprecherin der Dresden Marketing Gesellschaft (DMG) hatte sie bereits häufig mit diesem Thema zu tun und unter anderem Reiseblogger auf einer Pressereise im Sächsischen Elbland betreut  („unterscheidet sich teilweise erheblich von Reisen mit Journalisten“). Dankenswerter Weise ergriff Karla Kallauch auch die Initiative, solch einen Clubabend zu organisieren und zu moderieren und setzte die Idee am 1. März zusammen mit spannenden Gästen um.

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Hopfen, Malz – und auch Sorgen?

Beim letzten Clubabend 2022 ging es um den Gerstensaft in vielen Facetten

Thomas Gläser (rechts) vom Sächsischen Brauerbund und Hendrik Wagner (Mitte) von der Radeberger Exportbierbrauerei gaben spannende Einblicke in ihre Branche. Sabine Mutschke (links) moderierte den Abend. // Foto: Christina Flume

Mal ehrlich: Bier ist doch so ein Thema, bei dem jeder irgendwie mitreden kann. Doch schaut man etwas tiefer, offenbaren sich spannende Details, die man so nicht erwartet hätte. Wer hätte gewusst, dass nur 39 Prozent der Bierflaschen in Deutschland im heimischen Wohnzimmer geöffnet werden und 61 Prozent des Umsatzes „unterwegs“ verbucht werden? Oder dass der Anteil von alkoholfreiem Bier 2022 in Deutschland gerade mal 8,4 Prozent beträgt? Dass der Sächsische Finanzminister jedes Jahr rund 65 Millionen Biersteuer einplanen kann?

Beim letzten Clubabend des Jahres waren gleich zwei Experten zum Thema Bier zu Gast – der Geschäftsführer des Sächsischen Brauerbundes Thomas Gläser und Hendrik Wagner, Pressesprecher der Radeberger Exportbierbrauerei. Im Gespräch mit Clubmitglied Sabine Mutschke gaben sie spannende Einblicke in die Branche – „global“ für die Sächsische Brauwirtschaft und speziell aus der Sicht einer Brauerei. Dass die Corona-Krise durch die lange Schließzeit der Restaurants und das Wegfallen von Events einen tiefen Einschnitt verursacht hat, lag auf der Hand. Inzwischen ist die Branche auf einem guten Weg und wird das Jahr mit einem leichten Absatzplus abschließen. Doch sind die steigenden Energiekosten, aber auch die Personalsorgen vieler Gastronomen (die zu mehr Schließtagen führen) neue Herausforderungen, denen man sich stellen muss. Nachwuchssorgen bei den Brauern und Mälzern hat die Bierbranche in Sachsen jedoch nicht – die Dresdner Brauerschule hat volle Klassen und im Vergleich zu anderen Branchen die niedrigste Abbruchquote. Und immer mehr Frauen interessieren sich für die Braukunst und die Qualifizierung zum Biersommelier, die deutschlandweit großen Zulauf findet.

Der Radeberger Spezialausschank lieferte den gemütlichen Rahmen für diesen informativen wie launigen Clubabend und servierte neben den passenden Speisen auch das Radeberger Zwickel vom Fass, das nur dort und im Brauerei-Ausschank in Radeberg selbst erhältlich ist. Auch lange nach dem Ende der offiziellen Moderation vertieften viele Clubmitglieder das Gespräch und genossen die Gastfreundschaft der Radeberger Exportbierbrauerei, das den Gerstensaft auch an diesem Abend spendiert hatte.

Dafür und für die Unterstützung beim Vorbereiten des Clubabends einen herzlichen Dank!

Text: Sabine Mutschke

Das neue Ich

Presseclub besucht das Bildungszentrum des Handwerks

Mit dem Fahrrad und im Laufschritt ging es im Werbefilm durch das Bildungszentrum der Handwerkskammer Dresden. Ganz so schnell waren wir nicht, als uns zwei Mitarbeiterinnen durch die Räumlichkeiten führten. Sie zeigten dabei beispielsweise Möglichkeiten, verschiedene Schweißverfahren zu erlernen, sowie das Energie-Effizienz-Zentrum und das Kompetenzzentrum Robotik.

Mitarbeiterin Careen Mews demonstrierte Vorrichtungen, die Handwerker unterstützt, wenn sie große Lasten heben oder überkopf arbeiten müssen. Das Bildungszentrum bietet Meisterausbildung in 24 Gewerken an – vom Dachdeckerhandwerk bis zum Zimmererhandwerk. Es gibt 176 Plätze in den Werkstätten und 100 in Seminarräumen. Zum Komplex gehört ein Wohnheim mit 160 Plätzen.

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„Es geht uns wirtschaftlich gesehen erschreckend gut“

Der Presseclub war zu Gast bei der MESSE DRESDEN und speziell im „Eselstall“

Über die vielen Jahre gesehen ist der Presseclub recht regelmäßig bei der MESSE DRESDEN zu Gast – ob in der BÖRSE, zum Sanierungsbeginn im Erlweinturm (im Volksmund früher „Schweindom“ genannt) oder in der Messehalle 1, um mit Geschäftsführer Ulrich Finger ins Gespräch zu kommen.

Im Eselstall waren die Mitglieder am 17. Oktober 22 zum ersten Mal und haben eine Location entdeckt, die die MESSE erst seit kurzer Zeit verstärkt anbietet.

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