Lohrmanns im Kraftwerk Mitte: Dresdens erste Universitätsbrauerei
Begonnen hatte das Ganze, als sich Studierende der Lebensmittelchemie mit den Gärprozessen befassten. Sie entwickelten Biere, die ihnen nicht nur selbst schmeckten, sondern es wert waren, sie einem größeren Kreis zu präsentieren. Diese Aufgabe wiederum übernahm Francisco Arroyo-Escobar.
Die Exzellenzuniversität Dresden hat seit kurzer Zeit ein eigenes Brauhaus – ja, wo gibt’s denn so was? Wir wollen es wissen und laden vor der Sommerpause ins Lohrmanns Brauhaus hinter den denkmalgeschützten Backsteinmauern des einstigen Lichtwerks vom Kraftwerk Mitte ein.
Geschäftsführer Francisco Arroyo-Escobar stellt uns ein an der TU Dresden entwickeltes Bier nach wissenschaftlicher Hopfenkunde, unter Aufsicht gebraut, mit universitärem Tiefgang und hoher akademischer Stammwürze vor. So das Versprechen! Die Lohrmanns Brauerei GmbH wurde übrigens nach Prof. Wilhelm Gotthelf Lohrmann, den Gründer der TU Dresden, benannt.
Zu Besuch im neuen Stadtforum der Landeshauptstadt Dresden am Ferdinandsplatz
In knapp einem Jahr soll der Bau des neuen Stadtforums beendet sein. Dann wird die Fläche auf dem Ferdinandplatz 80 Jahre nach der Zerstörung beim Bombenangriff auf Dresden 1945 wieder bebaut sein, erinnert die Leiterin der Stabsstelle Stadtforum Christine Spielvogel. Zugleich informierte sie Mitglieder und Gäste des Presseclubs über weitere Pläne für diesen Platz. So wolle die Stadt ein Sozialrathaus direkt daneben und möglicherweise auch einen Anbau an das Kaufhausgebäude errichten. Eine Brunnenanlage für den Eingang zum Stadtforum sei gerade ausgeschrieben worden. Die komplette Erschließung, die Gestaltung des Umfeldes mit Sitzbänken, Bäumen und Außenplätzen sind bereits vorbereitet.
Der Presseclub Dresden unterstützt den Offenen Brief der Kolleginnen und Kollegen an den MDR gegen die pauschalen Kürzungen des redaktionellen Angebots.
„Vor zehn Jahren machten Lutz Bachmann und seine Pegida-Unterstützer den Vorwurf der Lügenpresse in Dresden und Sachsen straßenfähig. Vor sieben Jahren schloss die AfD unseren Kollegen Tobias Wolf von ihrem Parteitag aus. Es sollte nicht das letzte Mal bleiben.
Am Tag der Pressefreiheit wollen wir daran erinnern, dass freie Berichterstattung auch bei uns ihre Gegner und Feinde hat. Die Schließung von Rechercheabteilung wie jüngst beim MDR macht zudem klar, wie schnell guter Journalismus verschwinden kann, wenn es an Unterstützung innerhalb der Verleger und Intendanten fehlt.
Wir beobachten diese Entwicklungen weiterhin mit Sorge“, so Andreas Weller, Vorsitzender des Presseclubs Dresden.
Wie sieht die Verwaltung der Zukunft aus? Wir wollen am 13.Mai um 18 Uhr hinter die Kulissen blicken.
Am Ferdinandplatz baut die Stadt Dresden ein neues Verwaltungszentrum. Seit dem Richtfest im Oktober 2023 erfolgt der Innenausbau. Das künftige Stadtforum soll kein Verwaltungsgebäude im herkömmlichen Sinn sein, sondern einem Zukunftskonzept folgen und in Deutschland eine zentrale Vorreiterrolle einnehmen, erklärt Bürgermeister Jan Pratzka. Er ist für Wirtschaft, Digitales, Personal und Sicherheit im Dresdner Rathaus verantwortlich.
v.l.n.r.: Sachsens Justizministerin Katja Meier, Arnsdorfs ehemalige Bürgermeisterin Martina Angermann und Tobias Wolf
Bedroht, beschimpft und eingeschüchtert – unter diesem Thema lud der Presseclub Dresden Sachsens Justizministerin Katja Meier (44, Grüne) zur Diskussion mit der Arnsdorfer Ex-Bürgermeisterin Martina Angermann (66, SPD). Letztere musste ihr Amt 2019 nach einer massiven Mobbing-Attacke aufgeben. Nicht das einzige Stadtoberhaupt, dass mit Anfeindungen zu kämpfen hatte.
„Ich hätte gern fröhlich gehen wollen“, sagt Angermann über ihren Abgang 2019 und schildert vor dem Presseclub, wie stark ihr Herz an der Kommunalpolitik hing und wie schnell sich das Klima in der Kleinstadt plötzlich änderte: „Es ist mir nicht schwergefallen, Fehler zuzugeben“, sagt sie. „Ich habe immer gedacht, es gibt nichts anderes als Bürgermeisterin zu sein.“ Dann kam das Jahr 2016: Eine selbsternannte Bürgerwehr zerrte einen Iraker (†21) aus einem Supermarkt, fesselt ihn an einen Baum. Unter den vier Männern: Eine Gemeinderat der CDU. Ein Jahr später stellt das Gericht den Prozess gegen das Quartett ein, Angermann kritisierte die Selbstjustiz und wurde nun selbst zur Zielscheibe.
Carla Marschall ist die neue Grünkohlkönigin (Foto: Marcus Hartelt)
Gemeinsam mit dem Dresdner Presseclub hat das Hilton Dresden eine langjährige Tradition wiederbelebt und lud zum Dresdner Grünkohlessen 2024 ein. Das letzte Mal hatte das Hilton Dresden im Januar 2020 einen Neujahrsempfang als Grünkohlessen ausgerichtet. Zur Neuauflage 2024 kamen rund 150 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft, darunter Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert.
„Das Grünkohlessen war über Jahrzehnte ein gesellschaftliches Ereignis, bei dem Persönlichkeiten aus so vielen Bereichen Anfang des Jahres zusammen kamen“, erklärt der Direktor des Hilton Dresden Sebastian Goldmann. „Corona hat die Welt einmal aus den Angeln gehoben. Mit dem Grünkohlessen wollen wir als Hilton Dresden ein Leuchtturm sein und zeigen, dass wir solche Traditionen nicht einreißen lassen.“
Seit Jahrhunderten bestehen intensive und enge Verbindungen zwischen Dresden und Venedig, die besonders in der Tradition des Karnevals zum Ausdruck kommen. Im Laufe der Zeit nahm der Karneval in Dresden immer mehr den Charakter des venezianischen Karnevals an, der im 18. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreichte. – Foto von Tommy Halfter
Lust & Leidenschaft & Lebensfreude: Bernd Hoffmann will den Elbvenezianischen Carneval in Dresden wiederbeleben. Das kündigt der Koordinator und Tourismusexperte bei einem Abend in Dresdner Presseclub an: „Es geht vor allem darum, in der touristenarmen Zeit Programme zu organisieren, die Gäste und Einheimische in die Stadt locken – und um eine Tradition wiederzubeleben, die wunderbar zu Dresden passt.“ Für den 9. und 10. Februar hat er mit Barock-Vereinen und Ensembles Verschiedenes organisiert. So gibt es eine Sonderführung durch die Staatlichen Kunstsammlungen, eine Lesung im Kügelgenhaus, zwei gemeinsame Dinner und ein Kaffeetrinken nach dem Flanieren.
Weil die schöne Rosalie am preußischen Hof unerwünscht war, baute Prinz Albrecht von Preußen einen Wohnsitz am Dresdner Elbhang. Der Prinz hatte sich von seiner Frau Marianne von Oranien-Nassau scheiden lassen und deren Hofdame Rosalie von Rauch geheiratet: nicht standesgemäß, denn Rosalie war „nur“ die Tochter des preußischen Kriegsministers Gustav von Rauch.
Regelmäßig verleiht unser Presseclub seinen Erich-Kästner-Preis im Kronensaal von Schloss Albrechtsberg. Nun gewährte uns Messechef Ulrich Finger einen Blick hinter die Kulissen und gab uns bei einem angenehmen Abend viele Informationen zum Schloss.